Spielmannszug

der 

Bevenser Gilde  e.V.

2018

Wie in den vergangenen Jahren wurde das Jahr 2018 am 12. Februar mit dem „Faschingsüben“ eingeläutet. Es war ein fröhliches Beisammen sein mit einem reichhaltigen Buffet und stimmungsvoller Musik.

Im März folgte schließlich die jährliche Jahreshauptversammlung, bei der die wichtigsten Themen, wie die Termine der kommenden Saison diskutiert wurden.

Der erste öffentliche Auftritt fand Ende März beim Verkaufsoffenen Sonntag in unserer Heimat Bämsen statt, bei dem die Stadt mit Marschmusik erhellt wurde.
Am 21. April lud der Spielmann Andreas Czerwinski zum Aufhängen der Spielmannszugs- und Schützenscheibe in seinen heimischen Garten ein. Neben leckerem Essen und dem ein oder anderen Getränk gab es die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres, die auch die nächsten Monate unsere Auftritte fleißig begleiten sollte.

Anfang Mai ging es zum ersten Auftritt außerhalb der Heimat nach Suhlendorf. Eine besonders schöne Aktion ist, dass man gemeinsam mit dem Schützenverein zum hiesigen Altersheim marschiert und auch der älteren Generation ein Ständchen zum Besten gibt und ins Schützenfest einbindet. Eine Woche später spielten wir erneut am selbigen Ort , doch zuvor ging es nach Dahlem – unser klassischer Doppeltermin stand bevor. An diesem Tag wird den Spielleuten alles abverlangt, da der Tag um 8 Uhr beginnt und in den Ortschaften Dahlem, Harmstorf und Köstorf marschiert und musiziert wird.  Wir wurden wieder herzlich aufgenommen und starteten mit viel Spaß in den Tag. Auf der Fahrt zum Kinderschützenfest in Suhlendorf gab es eine kleine Stärkung für den nach der Ankunft startenden Ummarsch. Alle waren froh, als dieser auf dem Festplatz endete und ein kühles Getränk bereitstand, da es sehr sonnig und warm war. Bis zur Proklamation der neuen Kinderkönige mussten gut 2 Stunden überbrückt werden, was von jedem Spielmann unterschiedlich angegangen wurde. Die Kinder amüsierten sich in dem Autoscooter und hatten eine große Freude daran, die mitfahrenden Erwachsenen zu ärgern. Ein anderer Teil verfolgte indes das letzte Bundesligaspiel des HSV. Es wurde bis zum Ende mitgefiebert und trieb dem ein oder anderen Spielmann die Schweißperlen auf die Stirn, zumal sich fußballunerfahrene Spielleute unter die HSV-Fans mischten. Nachdem die Proklamation beendet war, stand die Heimfahrt auf dem Programm. Doch hier gab es noch eine spontane Aktion, die zeigte, was für eine verrückte Truppe wir sind. In Oetzen fand zeitgleich das Schützenfest statt und da man an deren Schützenhaus vorbeifuhr, überlegte man sich die Fenster des Busses zu öffnen, langsamer zu fahren und Preußens Gloria zu spielen. Der Busfahrer hielt an und so bekam man sogar für die kurze und überraschende Darbietung unerwartet Applaus. Hier zeigte sich wieder, dass auch ein anstrengender Termin voller Spaß und Freude sein kann. 


Bämser Schützenfest 2018


Nun war es endlich soweit und das Bämser Schützenfest,  dieses Jahr vom 01.06.18 – 03.06.18, stand bevor. Bereits das Wochenende zuvor fand am Samstag das Kompanieschießen und am Sonntag der Kompanietag statt. Zum Schießen wurde die Gardekompanie aus dem „Pott & Pann“ abgeholt und gemeinsam marschierte man in das hiesige Schützenhaus, um die besten Schützen zu ermitteln. Die Stimmung war bereits ausgelassen und man freute sich auf die bevorstehenden Wochenenden.
Der folgende Kompanietag war ein besonderer, denn eine Premiere stand bevor. Da die Schützen- sowie Jägerkompanie den Tag mit Marschieren verbringen und kein zweiter Spielmannszug zur Verfügung  stand, um eine der beiden Kompanien zu begleiten, wurde eine Teilung des Zuges vollzogen. Um 9 Uhr fanden sich alle Spielleute in der Kirchenstraße ein und die beiden Gruppen wurden eingeteilt. Es war ein unglaubliches Gefühl diese zwei spielfähigen Truppen zu sehen. Als Zug Nummer 1 abmarschierte, überkam uns allen ein Glücksgefühl und eine Gänsehaut. Innerhalb der letzten 6 Jahre  haben einige langjährige Spielleute viel Zeit und Kraft investiert, um einen neuen Spielmannszug aufzubauen. Das man bereits über 40 Mitglieder in seinen Reihen zählen konnte, war  schon eine Bestätigung für die geleistete Arbeit. Doch dass man es soweit schaffte, zwei Züge aufzustellen, war das i-Tüpfelchen und ein besonderer Erfolg. Der erste Zug begleitete zunächst die Schützenkompanie, deren Weg u.a.  bis zum Britzenberg führte. Eine unglaubliche Leistung der Truppe, wenn man bedenkt, dass ohne Pause gespielt wird und das Wetter warm und sonnig war. Die zweite Gruppe begleitete die Jägerkompanie musikalisch und drehte eine Runde durch die Bämser Innenstadt. 

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Nach einer Stärkung am Mittag stand der Höhepunkt des heutigen Tages bevor. Beide Spielmannszüge sollten sich auf dem Kirchplatz zu einem vereinen.
Die Jägerkompanie mit ihrer Gruppe hatte noch ein wenig Zeit zu überbrücken, weshalb der Weg nicht direkt in die Innenstadt führte, sondern durch den Kurpark. Doch auch dies reichte nicht aus, da sich der Zug 1 mit der Schützenkompanie verspätete. So sollte noch ein kleiner Ummarsch durch die Stadt erfolgen, als sich plötzlich beide Züge aus geringer Ferne sehen und hören konnten. Beide Züge vollzogen die (neu) geplanten Routen. Zug 1 marschierte mit dem „Petersburger“ auf den Kirchplatz auf, während Zug 2 den „Torgauer Marsch“ spielte. Hier vereinten sich die 6 Trommler zu einer Reihe, um den Showeffekt bei diesem Stück nochmals zu erhöhen. Zug 1 hatte bereits seine Position erreicht, als Zug 2 vorbeimarschierte. Kurzerhand vereinigten sich beide Züge und die volle Stärke des Zuges erklang in der Bämser Innenstadt. Für alle Spielleute war dies ein besonderer und einzigartiger Moment, an den jeder Einzelne gerne zurück denken wird. Anschließend wurde ein kleines Konzert auf dem Kirchplatz veranstaltet und die Kompanien getauscht, um ein wenig Abwechslung zu haben. So ging es weiter zum Kaffeetrinken und zum gemeinsamen Abschluss im Hause Schnatzer, um die Kompaniescheibe würdevoll anzubringen.
 Ein ereignisreicher, emotionaler, aber auch anstrengender Abend neigte sich dem Ende und jeder Spielmann freute sich auf ein paar Tage zum Regenieren, bis das eigentliche Schützenfestwochenende begann.

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Der Freitag stand ganz im Zeichen des neuen Schützenkönigs. Doch bevor dieser proklamiert wurde, marschierte die gesamte Gilde auf den Kirchplatz in der Innenstadt. Der Zug  marschierte zum Ämterzentrum und danach zum Schützenhaus, um den noch amtierenden König abzuholen. Nach einer kleinen Stärkung ging es auf den Festplatz, wo seine Majestät 2019 Markus Fricke nebst Gattin Nicole zum neuen Schützenkönig proklamiert wurde. Auch die Ergebnisse des Schießens des Spielmannszuges wurden verlesen und die besten Schützen geehrt. Bei den Erwachsenen sicherte sich Manuela Oed die Spielmannszugsscheibe vor Sandra Arrighi und Steffen Sühnhold. Die beste Schützin unter den Jugendlichen war Johanna Hinz vor Rieka Heider und Sofie Gelsdorf. Marvin Behne gewann den Stabslöffel mit dem besten Teiler.
Den Abend ließ man gesittet ausklingen, da ein anstrengender Tag bevorstand.

Der lustige Sonnabend beginnt traditionell mit dem Wecken der Offiziere. Der Außenbezirk, bestehend aus Dirk Fenske-Veenhof, Sandra Arrighi, Sabine Pomplun und Marvin Behne traf sich bereits um 04:45 Uhr. 17 Stationen standen auf dem Zettel, die bis 7 Uhr abgearbeitet werden musste. Der restliche Zug traf sich um 05:30 Uhr in der Innenstadt und marschierte von dort zu den einzelnen Postenträgern. Jedes Jahr ist es ein tolles Erlebnis, da die Stadt noch schläft, der Klang hervorragend ist und die aufgehende Sonne unsere schöne Stadt in morgendliches Licht versetzt. Erstmalig wurde auch die Damenleitung geweckt. Besonders bewegend war der Besuch bei Stefanie Fricke, die in das Haus ihres Großvaters gezogen war. Sie freute sich riesig von uns geweckt zu werden und es wurden ein paar Tränen verdrückt. Um 7 Uhr traf sich der gesamte Zug im Hause des Gardisten Arnold in Medingen, von wo es nach Bad Bevensen und zum großen Frühstück im Festzelt ging. Wie der Name des Tages schon verrät, soll es am Sonnabend des Schützenfestes lustig zugehen. Wie im vergangenen Jahr wollte man ein Motto präsentieren, dass nicht nur gut aussieht, sondern auch einen Hintergrund hat. Die Wahl fiel auf das Motto: „Die musizierenden Gartenzwerge sind nicht groß, sie ziehen zum Schutz der Bienen los!“ In Kooperation mit der Aktion der Stadt, Blumensamen zu verteilen, um den gefährdeten Bienen mehr Lebensraum zu geben, wurden diese unter die Gäste und Einheimischen in der Stadt gebracht. Jeder Spielmann trug eine Zwergenmütze, wobei unserem Tambourmajor Niklas wieder ein besonderes Outfit zur Verfügung gestellt wurde. Passend zum Thema war er nicht mehr der Anführer des Spielmannszuges, sondern Gärtner und Herr über alle Gartenzwerge. Er trug einen Overall, Gummistiefel und sein Tambourstab wurde gegen eine Hake getauscht, mit der er den muszierenden Gartenzwergen den Takt angab. Am Mittag folgte der große Ummarsch aller Kompanien und Gastvereine durch die Bämser Innenstadt ins Schützenhaus zur aktuell amtierenden Majestät. Als man danach auf dem Festplatz eintraf, wurde schnell das jährliche Gruppenfoto gemacht und viele nutzen die anderthalb-stündige Stunden Pause, um sich frisch zu machen. Für die Jugendlichen war nun offiziell Schluss, da sie bereits seit 5:30 Uhr morgens unterwegs waren und man niemanden an seine Belastungsgrenze bringen möchte. Für die erwachsenen Spielleute ging es um 17 Uhr mit dem Fahneneinmarsch weiter, der traditionell von den jüngsten Leutnanten angeführt wird. Wenn die Fahnen im Ämterzentrum verstaut sind, werden fast alle Formalitäten aufgehoben und hinter dem Spielmannszug bildet sich ein bunter Haufen stimmungsvoller Menschen. Ein besonderer Spaß ist hierbei der übliche Gang durch die Bahnunterführung, bei der man das Gefühl hat, dass sie durch den Druck der Musik fast zusammenbricht. Auf dem Weg zur Feier ins Festzelt wurde noch ein Stopp beim Lokal „Anno“ eingelegt und der amtierende Schützenkönig abgeholt. Die anschließende Party wurde trotz den vielen Stunden und Kilometern in den Beinen mit voller Energie gefeiert.

Am letzten Tag des Schützenfestes stehen die Kinder im Vordergrund. Am Schützenhaus versammelten sich viele kleine Menschen, die ihr Kinderschützenfest feiern und Spaß haben wollten. Gemeinsam marschierte man in die Innenstadt auf den Kirchplatz, wo es für die Kinder eine Kugel Eis gab. Danach setzte sich der Zug fort und er endete auf dem Schützenplatz, auf dem viele verschiedene Spiele aufgebaut waren. Hier trugen die Das wichtigste ist dabei wahrscheinlich das Pusterohr schießen, der Jungen, die dabei den Kampf um die Königswürde mit dem Pusterohr ausaustragen. Als bei der Proklamation am frühen Abend der neue Kinderschützenkönig ausgerufen wurde, war die Freude beim Spielmannszug riesig. Unser Spielmops Leon Tute erzielte den besten Schuss mit dem Pusterohr. Als seine Königin wählte er Leni Frohli, die ebenfalls Mitglied im Spielmannszug ist. Ein tolles Kinderkönigspaar, dass uns in ihrem RegentschaftsjahrRegendschaftsjahr immer wieder eine Freude bereiten wird und dem wir ein unvergessliches Jahr wünschen. Nun neigte sich das Schützenfest auch dem Ende, dass seinen Abschluss in der Stillen Stunde fand.

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Nach dem Bämser Schützenfest kam eine kleine Pause recht gelegen, doch bevor es in die große Sommerpause ging, standen noch zwei weitere Auftritte an.
Wieder war man in Bavendorf eingeladen, an zwei Tagen beim Schützenumzug zu musizieren. Der Samstag gestaltete sich recht simpel. So wurde nicht nur Bavendorf, sondern verschiedene Orte in der Umgebung angesteuert, da die Majestäten aus diversen Ortschaften kamen. Somit fand ein zweites „Bus-Hopping“ statt, dass man zuvor nur vom Schützenfest aus Dahlem kannte. Am darauffolgenden Sonntag gab es eine Premiere, die alle Spielleute glücklich machte. In den vergangenen Jahren musste man sich unter Zeitdruck an der Wurstbude versorgen, während die Schützen im Festzelt Schnitzel aßen. Um dies wieder gut zu machen, lud der Spielmannszug seine Spielleute zu diesem Schnitzelessen ein. Alle waren begeistert, dass auch sie etwas anderes als Bratwurst und Pommes essen konnten und so wurde die Mahlzeit in vollen Zügen genossen. Um die angefutterten Kalorien wieder zu verbrennen, startete ein Ummarsch durch das Dorf, bei dem viele Gastvereine teilnahmen. Zurück auf dem Festplatz wurden noch ein paar Musikstücke musiziert und die Heimfahrt angetreten.

Der letzte Auftritt vor der Sommerpause sollte zum ersten Mal stattfinden. Der Ebstorfer Spielmannszug begleitete das Bämser Schützenfest bereits mehrere Jahre, doch umgekehrt nicht. Aufgrund der Fusion zur Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf war es nun soweit, dass erstmalig beim Schützenummarsch der Ebstorfer Schützengilde mitmarschiert wurde. Mit zwei Bussen, einer gefüllt mit den Spielmöpsen und einer mit den Schützen, ging es nach Ebstorf. Die Bevenser Gilde reihte sich in den Reihen des Jägerkorps ein, der zunächst für kühle Getränkte sorgte. Es war, wie in diesem Sommer des Öfteren , ein sehr warmer Tag und somit kam der neu angeschaffte Bollerwagen zum Einsatz, der mit Wasserflaschen beladen wurde. Zudem gab es an diesem Tag eine weitere Premiere. Joelle, die Anfang 2017 in den Spielmannszug eingetreten ist, hat leider mit Herzproblemen  zu kämpfen. Um ihr dennoch die Teilnahme zu ermöglichen, wurde ein Rollstuhl angeschafft und individuell für den Spielmannszug entworfen. So fand sie nun bei dem Schlagzeug ihren Platz und kann weiterhin mit Freude musizieren und so vielleicht auch etwas Kraft tanken. Wir lassen niemanden im Stich und wollen unseren Spielmöpsen eine tolle und unvergessliche Zeit ermöglichen, auch wenn dafür ab und zu einige Hürden überwunden werden müssen. Nachdem alle ihre Wassertanks gefüllt hatten, startete der Umzug. Dieser führte zunächst zum Rathaus, bei dem sich alle Abteilungen trafen und nach mehreren Reden einen langen Zug bildeten. Alle Spielleute waren überrascht von der überwältigenden  Teilnahme der ortsansässigen Schützen und den teilnehmenden Gastvereinen. Auf dem Weg zum Festplatz wurde ein Stopp beim amtierenden Schützenkönig eingelegt, der sich in den Umzug einreihte. Kurz vor dem Festplatz formierten sich alle Spiel- und Musikzüge zu einem zusammen und spielten Preußens Gloria … eine tolle Atmosphäre.
Auf dem Festplatz angekommen wurde die Wurst- und Getränkebude in Beschlag  genommen und alle stärkten sich. Danach legten wir eine Aktion neu auf, die wir bereits in Bremen-Stuhr sowie auf dem Bevenser Kartoffelfest vollzogen. Das Kinderkarussell  wurde von den Spielleuten besetzt und man wollte den Kindern und Zuschauern ein kleines, lustiges Ständchen bieten. Leider war dies nicht so einfach, da die Motorleistung für so viele Spielleute zu schwach war und am Ende Manpower das Karussell in Bewegung setzen musste. Nach dieser witzigen Aktion stand das nächste Highlight an. Die Schützen versammeln sich gegen 16 Uhr immer im Meyers Eck, wo die verschiedenen Musik- und Spielmannszüge für Stimmung sorgten. Um mit der großen Anzahl ohne Probleme aufmarschieren zu können, wurde kurzerhand der eigentliche Eingang vermieden und der Hintereingang genutzt. So sorgte man bereits für die erste Überraschung. Es war eine unglaubliche Atmosphäre, die bei so einigen eine Gänsehaut auslöste. Die mitgereisten Mitglieder der Bevenser Gilde standen und applaudierten den Spielleuten zu und feierten diese. Daher waren auch gleich die ersten Märsche die Kompaniemärsche und der Bämser Schützenmarsch, der kräftig mitgesunden wurde. Nachdem noch zwei weitere Stücke zum Besten gegeben wurden, marschierte die Bevenser Delegation Richtung Bus, um die Heimreise anzutreten.

Am 13. August endete die Sommerpause und die zweite Hälfte der Saison stand bevor, die wieder einige tolle Momente bereithielt. Sie begann mit dem Schützenfest in Stöcken, dass mittlerweile zum dritten Mal besucht wurde. Die Truppe hatte wieder viel Spaß und war fleißig unterwegs. Nachdem man gut sechs Stunden in dem Dorf verbracht hatte, wurde um 15 Uhr der Heimweg angetreten. Hier trennten sich zunächst die Wege der Spielleute, doch nur für kurze Zeit , denn die amtierende Kindermajestät Leon Tute lud zum Aufhängen der Kinderkönigsscheibe an. Um für den gewissen Überraschungsmoment zu sorgen, traf man sich kurz nach 17 Uhr auf dem Fliegenberg, um von dort zum Haus seiner Eltern zu marschieren. Man wurde bereits sehnlichst erwartet und herzlich empfangen. Alle wussten, ein toller und spaßiger Abend stand bevor. Besonders an diesem Scheibeaufhängen war u.a., dass die Abordnung des Minenjagdbootes Bad Bevensen in der Stadt war. Die Gilde und die wechselnde Besatzung pflegt bereits lange eine besondere Beziehung, wie z.B. am Bämser Schützenfest, an dem die Marine gerne teilnimmt. Dies blieb in diesem Jahr leider verwehrt , da sich die „Bad Bevensen“ im Einsatz befand. Umso mehr freute man sich, dass dieser Termin nun in gewisser Weise nachgeholt werden konnte. Die Besatzung hatte eine ganz besondere Überraschung ihrer Reise im Gepäck. Gegen Ende des Einsatzes wurden diverse private Gegenstände versteigert. Die Einnahmen sollten der Jugendarbeit der Bevenser Gilde zu Gute kommen und so freute man sich, dass die Leiterin der Jung- und Sportschützen, Marianne Lappöhn-van der Schans, und unser Tambourmajor Niklas diese von der scheidenden  Kapitänleutnant in Frau Prehn entgegen nahmen. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an die Besatzung der „Bad Bevensen“ für die großzügige Aktion!  Der Gastgeber versorgte seine Gäste mit einem vielfältigen Buffet und Fleisch vom Grill. Auch die Musik kam nicht zu kurz. Es wurden ein paar Stücke gespielt und das Anbringen der Scheibe musikalisch untermalt.

Im September folgten Auftritte in Westerweye beim Heideblütenfest und beim Oktoberfest in Uelzen. Um zum Oktoberfest zu gelangen, dachte man sich ein alternatives Transportmittel  aus. So traf man sich zwar wie üblich am Schützenhaus, doch brachte der Bus die überraschten Spielleute nur zum Bahnhof. Hier angekommen war die Verwunderung groß, doch merkten die nicht eingeweihten Spielmöpse, was gleich auf sie zukommen wird. Zunächst marschierte man auf den Bahnsteig, um kurz darauf mit Musik in den Metronom nach Uelzen einzusteigen. Im Fahrradwagen war ausreichend Platz und so musizierte man munter weiter bis nach Uelzen. Viele der Fahrgäste in den weiteren Abteilen wunderten sich, wo die Musik herkam, doch dies klärte sich auf, nachdem man mit Preußens Gloria im Gänsemarsch aus dem Zug ausstieg und auf dem Bahnsteig weiterspielte. Die Reisenden waren alle sehr begeistert, doch bemerkenswert war die Reaktion des Fahrzeugführers. Dieser ließ es sich nicht nehmen das Fenster seiner Kabine zu öffnen, uns zu lauschen und am Ende zu applaudieren. Ein wirklich gelungener Start, um kurz darauf die Uelzener Schützen auf den Herzogenplatz ins Festzelt zu führen und zu unterhalten.

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Ende des Monats war es dann auch wieder soweit und der erste Laternenumzug, alljährlich in Thomasburg, stand an. Mit Einsetzen der Dunkelheit kam die passende Stimmung auf, die vor allem durch die Begleitung  der ortsansässigen Feuerwehr mit Fackeln erzeugt wurde. Ein toller Auftritt, bei dem sich viele Bürger und insbesondere Kinder beteiligen. Gemeinsam wird der Weg vom Sportplatz durch das Neubaugebiet bis zur Kirche begangen. Bei dieser wird ein großes Lagerfeuer entzündet und die Menschen erfreuen sich an Bratwurst und Pommes, während wir noch ein paar Stücke zum Besten gaben.
Am folgenden Sonntag fand das Kartoffelfest in Bad Bevensen statt, dass jedes Mal viele Besucher und Einheimische in die Innenstadt zieht. Start des langen Umzugs, an dem u.a. die neue Heidekartoffelkönigin, der Bürgermeister und weitere Musik- und Fußgruppen teilnehmen, ist das Ämterzentrum. Bevor es los ging, wurde an diesem heißen Tag schnell noch ein kühles Getränk getrunken. Vorweg fuhr der das neue Löschfahrzeug der Feuerwehr, gefolgt von unserer spielstarken Truppe. Es ging die Bahnhofsstraße hinunter und wurde am Deutschen Haus in die Lüneburger Straße eingebogen. Jedes Jahr ein tolles Bild die große Menschenmenge zu sehen und sich einen Weg durch diese Bahnen zu müssen. Auch daher einer der schönsten Auftritte in unserer Heimat, da man sich einem großen Publikum präsentieren kann, was vor allem für den Nachwuchs eine schöne und aufregende Sache ist. Ende war am Neptunbrunnen, von wo aus es schnell zum Kurhaus ging, um sich kurz zu stärken. Denn nun stand noch ein Platzkonzert auf dem Kirchplatz bevor, dass mit Bravour  gemeistert wurde.

Am Samstag, den 13. Oktober luden Karsten Oed und seine Tochter Manuela in ihr Heim ein, da es etwas  zu feiern gab. Zum einen den  60. Geburtstag von Karsten und zum anderen musste noch ein guter Platz für die Spielmannszugsscheibe, die Manuela in diesem Jahr errang, gefunden werden. Im Garten war ein großes Zelt aufgebaut mit Tanzboden und Theke, also all das, was zu einer guten Party gehört. Die Gastgeber freuten sich sehr über das zahlreiche Erscheinen ihrer Spielleute und hießen sie herzlich willkommen. Bevor das reichhaltige Buffet, u.a. mit Spanferkel eröffnet wurde, wurde in der einsetzenden Dämmerung die Spielmannszugsscheibe angebracht. Je später es wurde, desto mehr füllte sich die Tanzfläche. Solche internen Veranstaltungen sind immer eine gute Gelegenheit, um gemeinsam und mit viel Spaß zu feiern.

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Bereits eine Woche später sollte das Highlight des diesjährigen Jahres folgen. Kurzfristig fragten die Veranstalter des größten Erntedankfest es Norddeutschlands aus Kirchwerder  an, ob man dieses begleiten könne. Überregionale Auftritte haben einen besonderen Reiz, da die Umgebung neu ist und ein anderes Publikum als das Übliche. Mit dem Bus ging es früh morgens und guter Stimmung im Gepäck Richtung Hamburg. Die Fahrt ging schneller zu Ende als erwartet und so mussten noch knapp 2 Stunden bis zum Start des Umzugs überbrückt werden. Dies war jedoch kein Problem, da die Verpflegung stimmte und ein wenig musiziert werden konnte. Als es endlich soweit war, ging es an die für uns bestimmte Position in dem Umzug. Der Weg hierher war bereits von vielen Zuschauern gesäumt, weshalb man sich fragte, wie der Umzug wohl werden würde. Alle waren bester Laune und auch etwas nervös, doch die Nervosität verflog mit dem ersten Klang unseres tollen Zuges. Die Straßen waren gesäumt von Zuschauern und sie wurden gefühlt mehr, desto länger der zurückgelegte Weg wurde. Doch auch von den Spielmöpsen wurde eine großartige Leistung abverlangt, da ohne Pause durchgespielt wurde. Das letzte Stück der Strecke führte einen Deich hoch und durch eine kleine Straße mit hübschen Häusern. Eine unglaubliche Atmosphäre und ein toller Klang, der den Zuschauern und uns geboten wurde. Nun war es fast geschafft und auf dem Festplatz angekommen, gab es Getränke und Essen, um die Reserven aufzufüllen. Bevor es zurück zum Bus und nach Hause ging, fand ein Platzkonzert statt, mit dem man sich gebührend verabschiedete. Trotz des langen Weges waren die meisten Spielleute noch nicht fertig mit dem Musizieren und so stimmte der erste, auf dem Weg zum Bus, ein Weihnachtslied an und alle anderen stiegen ein… Üben kann man nicht früh genug, doch Weihnachtslieder Anfang Oktober sind doch etwas skurril. Diese Aktion zeigte aber mal, welch eine lustige und begeisterte Truppe der Spielmannszug ist.

Nun neigte sich das Jahr langsam dem Ende zu, doch noch standen einige Auftritte bevor. Dazu zählte unter anderem der Königsball im Kurhaus Anfang November, der zu Ehren seiner Majestät Markus Fricke gefeiert wurde. In diesem Jahr erfreute es die älteren Spielleute, dass der Nachwuchs, den sie „großgezogen“ hatten, stark vertreten war. Für viele dieser jungen Spielmöpse war es der erste Ball und so war die Aufregung groß. Bereits Wochen vorher wurde diskutiert, was getragen werden soll und die ein oder andere kaufte sich ein hübsches Kleid, um an diesem Abend gut auszusehen. So war von den drei reservierten Tischen für den Spielmannszug und deren Begleitungen einer von den Jugendlichen besetzt worden. Nachdem alle Gänge verspeist und Reden gehört waren, hieß es nun das Tanzbein zu schwingen. Es wurde bis in die Nacht gefeiert.

Die evangelische Kirche veranstaltet in Kooperation mit der neuapostolischen Kirche am Sankt Martins Tag, dem 11.11. jeden Jahres, einen Laternenumzug, bei dem wir seit mehreren Jahren wir vorweg marschieren und musizieren. Es ging in diesem Jahr von der Dreikönigskirche zur neuapostolischen Kirche.

Der letzte musikalische Auftritt, bevor es in die Winterpause ging, war der Lichterglanz in Bad Bevensen. Begleitet von Fackelträgern der Bevenser Jugendfeuerwehr ging es die Lüneburger Straße hinunter zur Dreikönigskirche, auf dessen Vorplatz mehrere kleine Buden und Glühweinstände aufgestellt waren. Die extra für diesen Tag eingeübten Weihnachtslieder wurden gespielt und es setzte eine Vorweihnachtliche Stimmung ein, die zum Abschluss mit einem Glühwein abgerundet wurde.

Das Jahr endete mit dem Thomssingen, dass traditionell, in der Region um Bad Bevensen, am 21. Dezember begangen wird. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr ging es in mehreren kleinen Gruppen durch Medingen und Bämsen. Die Kinder und Jugendlichen trotzten dem regnerischen Wetter und liefen in Begleitung der Erwachsenen von Tür zu Tür. Hier sangen sie Weihnachtslieder, die von den Spielleuten musikalisch begleitet wurden, und jeder Bewohner erhielt eine Tüte selbstgemachter Kekse. Als kleines Dankeschön gab es eine Spende, die an das Kinderhospiz Löwenherz e.V. weitergeleitet wurde.

Nun ging es in die wohlverdiente Winterpause, um für das Jahr 2019 neue Kraft zu tanken und mit viel Energie in die ersten Auftritte des neuen Jahres zu starten.

2019

Anders als in den vergangenen Jahren wurde die Winterpause nicht mit dem Faschingsüben beendet, sondern mit der Jahreshauptversammlung, die am 01. Februar stattfand. Bereits eine Woche darauf lud unsere Flöterin Tanja Hinrichs zu ihrem 40. Geburtstag ein, der gebührend gefeiert wurde.

Grund für den frühen Start ins neue Jahr war das Highlight des Jahres, der Karnevalsumzug am 03. März in Braunschweig. Bereits seit einigen Jahren kam immer wieder der Gedanke auf, dass man sich an einem solchen Umzug beteiligen könnte und so wurde dieser Gedanke in die Tat umgesetzt. Bevor es sich am Morgen im Bus für die Fahrt nach Braunschweig bequem gemacht wurde, wurde ein Gruppenbild gemacht, da es der erste Auftritt mit den neuen Regenjacken, die durch eine großzügige Spende des Patenbootes angeschafft werden konnten, war. Diese wurden an diesem Tag auf alle Fälle benötigt, da es immer wieder regnete und ein kalter Wind wehte. Am Veranstaltungsort angekommen mischte man sich unter die verkleideten Menschen, Musikzüge und Wagen. Jedoch fragte man sich auch, wie wir zwischen den Wagen, die laute Musik spielten, unsere Musik spielen sollten. Gegen 12:30 Uhr war offizieller Start des Umzuges, doch da wir uns im dritten Zug in der Mitte befanden, ging es für uns erst gegen 14 Uhr, auf die ca. 7 km lange Strecke, los. Dies hatte leider zur Folge, dass sich die ersten Zuschauer bereits wieder auf den Heimweg machten, doch je näher man der Innenstadt kam, desto voller wurde es und so bunter und witziger wurden auch die Kostüme der Zuschauer. So sah man z.B. einen tanzenden Duschvorhang am Straßenrand stehen oder diverse Filmcharaktere. Der Umzug verlangte es allen ab, da der Regen und die Kälte das Marschieren, aber vor allem das Musizieren erschwerten. Auf dem Marktplatz stand eine riesige Menschenmenge und das Fernsehteam des NDR, dass den vollen Umzug live übertrug. Nach gut 2 Stunden war der Ummarsch zu Ende und man freute sich auf die Heimreise. Es war eine tolle Veranstaltung, doch waren die Umstände gewöhnungsbedürftig und man darf sich die Frage stellen, ob unsere Marschmusik zu einer solchen Veranstaltung passt. Die Heimfahrt war, unüblich für uns, nicht durch die eigene Musik begleitet, was an dem anstrengenden Marsch lag.

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20190303_Schoduvel Braunschweig

Nachdem der erste Auftritt des Jahres erfolgreich gemeistert war, ging es mit den Kindern und Jugendlichen eine Woche später zum Bowlen nach Uelzen. Hier zeigte sich, dass einige Spielmöpse nicht nur gut musizieren können, sondern auch noch gut im Bowling sind. Es war ein lustiger und abwechslungsreicher Nachmittag, der allen Spaß gemacht hat.  

Ende März wurde dann der Verkaufsoffene Sonntag in der Bämser Innenstadt eingeläutet. Die „Sommersaison“ wurde mit dem Schützenfest in Suhlendorf eröffnet, dass dieses Jahr eine Woche früher als üblich stattfand. Am Samstag, den 18.05.2019 spielte man den die Schützen von Nestau nach Suhlendorf und machte einen Stopp im Altersheim, bevor es einen Ummarsch durch das Dorf gab. Den darauffolgenden Samstag feierten die Kinder Suhlendorfs ihr Fest, dass man ebenfalls musikalisch untermalte und man mit viel Spaß auf dem Festplatz Autoscooter fuhr.

Wiederum eine Woche später fand das alljährliche Bushopping statt. Bereits am frühen Morgen ging es nach Dahlem, jedoch mit dem Wissen, dass es in diesem Jahr nicht so stressig sein wird und man mehr Zeit haben wird, da das Schützenfest in Suhlendorf bereits eine Woche zuvor stattfand. In Dahlem wurde man herzlich von den bekannten Gesichtern begrüßt und spielte die Schützen durchs Dorf auf einen Hof, auf den ein Getränk gab. Dann hieß es auch wieder Abmarsch und es ging zurück zum Bus. Als nächstes Stand Harmstorf auf dem Plan. Auch hier wurde die übliche Runde durchs Dorf gedreht. Dritter Halt war Köstorf und ein kleiner Weg wurde zum Festplatz bestritten. Nachdem es verbrannte Bratwurst und Pommes, auf die lange gewartet werden musste, gab, ging es zurück in die Heimat, mit der Freude auf das eigene Bämser Schützenfest.

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Vor dem Bämser Schützenfest sorgte eine traurige Nachricht für getrübte Stimmung. Am 11. Juni verstarb unser Ehrentambourmajor Heinrich Hencke. Heinrich war als erster Tambourmajor wesentlich am Aufbau des Spielmannszuges beteiligt und hat ihn mit seinem unvergleichbar liebevollen Charakter und seiner musikalischen Leidenschaft geprägt. Wir werden Heinrich ein ehrendes Andenken bewahren.

Bämser Schützenfest 2019


Es war endlich so weit, unser Bämser Schützenfest konnte starten. Wie üblich traf sich die Gardekompanie im „Pott & Pann“, die wir an diesem Tag musikalisch ins Schützenhaus begleiteten. Es fand das Lichtpunktschießen der Kinder und Jugendlichen sowie das Kleinkaliberschießen der Erwachsenen um die Spielmannszugsscheibe statt. Nachdem alle ihre Schüsse abgegeben hatten, wurde ein kleines Konzert gegeben und den anwesenden Gildemitgliedern und Gästen die neu einstudierten Stücke präsentiert. Hierzu gehört neben dem „Niedersachsenlied“, das Lied „Lüneburger Heide“ und „Yellow Submarine“.

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Am Kompanietag wurde wieder eine Teilung des Spielmannszugs in zwei Gruppen vorgenommen, die jeweils die Schützen- bzw. Jägerkompanie begleiteten. Der Teil der Spielmannszuges, der die Jäger begleitete, traf sich um 08:30 Uhr bei unserer Lyristin Pompi in Medingen, von wo aus es zum Treffpunkt der Jäger, zu Jens Siefke, ging. Hier gab es erstmal ein reichhaltiges Frühstück, welches eine gute Stärkung für den bevorstehenden Marsch nach Bevensen war. Etwas später traf sich die zweite Hälfte in der Innenstadt und marschierte bei Jan Wieter in der Lüneburger Straße auf. Gemeinsam ging es von hier in den Rosengarten, wo zunächst Bernd Hackbart abgeholt wurde und ein paar hundert Meter weiter in den Garten von Andreas Czerwinski eingetreten wurde. Zeitgleich begann der Marsch der Jägerkompanie zu Helmut Schnatzer, von dem aus es zum Kirchplatz ging, um hier die Gardekompanie sowie Damenabteilung einzusammeln. Gemeinsam ging es zum Kurhaus, wo das 150-jährige Jubiläum der Schützenkompanie begangen wurde. So marschierte auch die Schützenkompanie zu ihrer Feier am Kurhaus auf. Nachdem die Veranstaltung eröffnet wurde, gab es ein großes Buffet. Anschließend spielte man ein kleines Konzert auf der Kurhausbühne und lauschte den verschiedenen Reden. Am späten Nachmittag marschierte der gesamte Spielmannszug mit der Jägerkompanie zu deren Kaffeetrinken, wo auch das Ende des Tages stattfand.

Das darauffolgende Wochenende fand das Hauptschützenfest statt. Voller Vorfreude auf die bevorstehenden drei Tage marschierte man mit dem Bämser Schützenmarsch auf den Festplatz auf. Nachdem man die Gildemitglieder begrüßt hatte, ging es auch schon weiter in die Innenstadt, auf den Kirchplatz. Es war eine herausragende Leistung der drei jungen Spielleute, die die Schilderwache spielten, und ein tolles Zeichen für die gute Ausbildung der Jugend, da diese sonst immer von älteren Spielmöpsen begleitet wurden, doch nun selbstständig die Schilderwache begleiten konnten. Der Ummarsch führte zum Rathaus. Hier wurde für unseren verstorbenen Ehrentambourmajor Heinrich Hencke eine Schweigeminute eingelegt und gemeinsam der Bämser Schützenmarsch gesungen. Ein emotionaler und ergreifender Moment! Im Anschluss wurde die amtierende Majestät abgeholt und es ging auf dem Festplatz.


Nun stieg die Spannung… Wer wird der Bämser Schützenkönig 2019!? Als bei der Proklamation der Jäger Sven Schaffhauser ausgerufen wurde, war die Freude sehr groß. Denn dies bedeutet: WIR HABEN EINE KÖNIGIN! Seine Ehefrau Andrea ist seit über 40 Jahren Teil des Spielmannszuges und Lyristin. Zu seinem Begleiter machte die neue Majestät unseren Trommler Jan Reiske. Damit waren unsere Spielmöpse nicht nur Kinderkönig und Kinderkönigin, sondern nun auch Königin und Begleiter. Lediglich die Königswürde konnte ein Spielmann noch nicht erringen, doch auch dies wird sich sicher ändern!

Nachdem die Proklamation vollzogen war, wurden die Ergebnisse der Schießen verkündet.

Bei den Jugendlichen, die mit der Lichtpunktanlage schossen, setzte sich Leon Tute gegen Rieka Heider und Linus Schwarz durch. Die Erwachsenen Spielleute ermitteln ihren besten Schützen mit dem Kleinkaliber. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten Sandra Arrighi und Melanie Czerwinski. Die Spielmannszugscheibe ging an Jan Reiske und der Stabslöffel für den besten Teiler an Steffen Sühnhold.

Den restlichen Abend wurde zur Musik der Flamingos gefeiert.

Am Morgen des lustigen Sonnabends wurde die Offiziere und Leiter der Abteilungen musikalisch von uns geweckt. Dirk Fenske-Veenhof, Melanie Czerwinski und Tanja Hinrichs kümmerten sich dabei um den Außenbezirk, der aus 20 Gildemitgliedern bestand. Somit musste diese Truppe deutlich früher als der Rest des Zuges starten, der sich um 05:30 Uhr in der Innenstadt An der Aue traf. Als Verkleidung wurden in diesem Jahr schwarze T-Shirts besorgt, auf denen in neongrüner Schrift stand: „Das muss so laut!“ Um einen witzigen Kontrast zu erzeugen, wurden die schwarzen Stoffhosen gegen weiße Hosen getauscht. Nachdem alle Offiziere geweckt waren, ging es zum Schützenhaus, an dem sich die neue Königskompanie, die Jägerkompanie, versammelte. Gemeinsam wurde der Offizier Sven Schaffhauser aus der Römstedter Straße abgeholt und zum Frühstück im Festzelt marschiert. 

Nachdem ausgiebig gefrühstückt wurde, marschierten alle Kompanien mit ihren Gastkompanien in die Fußgängerzone zum lustigen Treiben. An verschiedenen Orten gab es Platzkonzerte durch die anwesenden Spielmannszüge. Am Mittag endete der lustige Sonnabend und es ging in den offiziellen Teil über. Die Gilde trat auf dem Kirchplatz an und der Spielmannszug führte den Ummarsch durch die Stadt an, wobei ein Stopp am Rathaus eingelegt wurde, um die Fahnen abzuholen. Ziel des Ummarsches war das Schützenhaus, von wo die Majestät abgeholt und die Königsscheibe angebracht wurde. Nun ging es den restlichen Weg zurück zum Schützenplatz. Die Schützenkompanie fragte an, ob man diese zu ihrem Aalessen ins Schützenhaus spielen könne. Gegen einen kleinen Obolus taten wir dies sehr gerne, doch danach waren alle froh, dass sie für etwa anderthalb Stunden etwas durchschnaufen konnten, bevor der Fahneneinmarsch begann. Dieser war erneut ein riesen Gaudi, vor allem der Umweg durch die Bahnunterführung und die Musiksession in der Kneipe. Nach dem Kneipenbummel ging es zurück zum Festplatz und zum Tanz in das Festzelt. Trotz der bereits vielen marschierten Kilometer und der langen Zeit auf den Beinen wurde ordentlich gefeiert.

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Das Kinderschützenfest ist immer wieder eine tolle Veranstaltung, bei der die Kinder im Vordergrund stehen und glücklich gemacht werden. Eigentlich war das jährliche Gruppenfoto am Vormittag geplant, doch aufgrund der schlecht stehenden Sonne wurde es auf den Nachmittag verschoben. Bei den Kindern am Schützenhaus angekommen, wurden ein paar Musikstücke zum Besten gegeben, bevor der Umzug begann. Aufgrund des warmen Wetters und zum Schutz der Kinder wurde dieser verkürzt, sodass lediglich zum Kirchplatz marschiert wurde und danach zu den Kinderspielen auf der Kurparkwiese. Am Nachmittag spielte man auch hier ein kleines Konzert und die Proklamation des Kinderkönigs wurde sehnlichst erwartet.

Nachdem diese vollendet war, ging es zum Abschluss des Schützenfests ein letztes Mal zum Schützenhaus, wo die Stille Stunde stattfand.

Ein weiteres Highlight, zu dem wir in diesem Jahr eingeladen wurden, war das 250-jährige Jubiläum der Schützengilde Sülze am 30. Juni 2019. Um 10 Uhr traf man sich und es ging mit dem Bus in Richtung Celle. Für die Bustour versorgten verschiedene Spielleute alle mit kleinen Snacks und gekühlten Getränken. Vielen Dank hierfür, denn dies erleichtert die Arbeit des Vorstandes und zeigt, dass alle etwas zur Gemeinschaft und Geselligkeit beitragen. In Sülze angekommen wollte man den Bus am liebsten nicht verlassen, denn die Temperaturen stiegen auf fast 35 Grad. Um für eine Abkühlung zu sorgen, marschierte man nicht wie üblich mit dem Bämser Schützenmarsch auf, sondern mit Weihnachtslied Jingle Bells. Zunächst etwas merkwürdig, doch wurde herzhaft über diese witzige Aktion gelacht. Im Garten wurde noch ein kleines Konzert gegeben, bevor sich alle auf der Straße zum Umzug einfanden. Von diversen Treffpunkten aus, an denen sich die Schützen und Spielmannszüge versammelten, ging es in einem Sternenmarsch zum Sportplatz. Alle waren recht froh, dass dieser nur etwa einen Kilometer entfernt war, da bei der Hitze alle sehr gefordert wurden und es sehr anstrengend war. Hier angekommen wurde die Festgesellschaft durch verschiedene Personen begrüßt und eine Fahnenweihe durchgeführt, bei der alle Spielmanns- und Musikzüge gemeinsam den „Alten Fritz“ spielten. Danach ging es einmal um die Ecke zum Festplatz, auf dem ein großes Festzelt und diverse Getränke- und Essensbuden aufgebaut waren. Toll für alle Anwesenden war, dass die Getränke an diesem Tag kostenlos ausgeschenkt wurden. Auf dem Festplatz und im Festzelt war jeweils eine Bühne aufgebaut, auf der sich die verschiedenen Musikgruppen abwechselten. Der Bämser Spielmannszug präsentierte zunächst auf der Außenbühne den Yorkschen Marsch sowie den Regimentsgruß und die Kleine Garde. Etwa eine Stunde später folgten im Festzelt die Stücke Tippelbrüder und British Grenadiers. Beim abschließenden Gloryland wurde das Tempo so angehoben, dass das Festzelt bebte und die Menge tosend applaudierte. Bevor es mit dem Bus zurück in die Heimat ging, fand ein gemeinsames Konzert aller Spielmannszüge statt. Um 18:30 Uhr wurde das Schützenhaus erreicht und alle waren froh, dass man den anstrengenden Tag ausklingen lassen konnte.

Zum nun zweiten Mal wurde in diesem Jahr das Schützenfest in Ebstorf begleitet. Nachdem sich die Ebstorfer Gilde sowie die Gastvereine und Spielmannszüge am Rathaus getroffen hatten, wurde nach einem Marsch durch den Ort die Majestät abgeholt. Anschließend ging es zum Schützenhaus, wo eines der Highlights der gemeinsame Aufmarsch aller Spielmannszüge zu den Klängen von Preußens Gloria war. Den Tag abgerundet hat das Konzert in "Meyer's Eck", bei welchem die Musiker den Schützen mit flotten Klängen Stimmung machten.

Zum Aufhängen der Spielmannszugscheibe 2019 lud Jan Reiske in sein Eigenheim nach Weste ein. Der Gewinner verköstigte die gesellige Runde mit Bratwurst und verschiedenen Salaten, bevor die Scheibe am Haus angebracht wurde. Dirk Fenkse-Veenhof übernahm diese Aufgabe, während der Rest des Spielmannszuges für die musikalische Begleitung sorgte. Bis in die Nacht wurde gefeiert und Spaß gehabt.

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Zum Abschluss der Sommerpause stand die Sommerfeier auf dem Plan, die ein wenig Abwechslung in das übliche Programm bringen sollte. Eine junge Truppe traf sich am Mittag am Schützenhaus, um von hier mit dem Fahrrad nach Niendorf zu fahren. Der Weg wurde in Windeseile zurückgelegt und so konnte das geplante Swin-Golf starten. Hierbei musste auf einem begrünten Acker versucht werden, ähnlich wie beim Golf, ein softer Ball in das Loch befördert zu werden. Bei den meisten ging der erste Schlag noch daneben, doch packte einen der Ehrgeiz und so wurde fleißig an der Technik gefeilt und diese perfektioniert. Es machte allen einen riesigen Spaß und das zunächst bewölkte Wetter stellte sich als perfekt heraus, da es nicht zu heiß war. In drei Gruppen wurden die 18 Bahnen gespielt und einige Kilometer auf dem Feld zurückgelegt. Zur Stärkung gab es nach der Hälfte ein Eis und ein kühles Getränk. Um den spaßigen Nachmittag abzuschließen, ging es am Abend zurück Richtung Bevensen. Hier löste der Hauptmann der Ebstorfer Gardekompanie, Henning Alvermann, sein Versprechen, für den Spielmannszug zu grillen, ein, welches er beim Ebstorfer Schützenfest für den Aufmarsch am Rathaus mit Jingle Bells ausgesprochen hatte. Bei leckerem Grillgut und Salaten wurde der Abend genossen und musiziert. Bis um Mitternacht saß man auf der Terrasse an der Ilmenau.

Aufgrund des 150-jährigen Jubiläums der Feuerwehr Bad Bevensen richtete diese ein großes Fest aus, in dessem Zuge auch die Kreiswettkämpfe ausgetragen wurden. Während die Wettkämpfe bereits seit dem Morgen auf dem Schützenplatz/ Göhrde-Parkplatz ausgetragen wurden, spielte man erst am Nachmittag an diesem Platz auf. Bei bestem Wetter und strahlender Sonne wurde ein Konzert gegeben und nach einem kühlen Getränk zum Kirchplatz marschiert. Hier versammelten sich alle Feuerwehrleute um gemeinsam zur am Kurhaus stattfindenen Siegerehrung zu marschieren.

Ein etwas anderer Termin stand Mitte Oktober auf dem Programm. Bereits seit mehreren Jahren veranstaltet das Bad Bevensen Marketing die Veranstaltung "Ein Jahr in 100 Minuten", bei dem die Veranstaltungen und Aktivitäten des kommenden Jahres präsentiert werden. Der Spielmannszug durfte die Veranstaltung dabei eröffnen, wobei die anwesenden Gäste nicht wussten, dass ein kleines Highlight auf sie warten wird. Denn kein geringerer als der Geschäftsführer der BBM, Gerhard Kreutz, selbst führte unsere Truppe als Tambourmajor in den gefüllten Saal des Kurhauses. Unter großem Applaus wurde musiziert und Gerhard meisterte seine neue Aufgabe mit bravour. Anlass für die Teilnahme des Spielmannszuges an dieser Veranstaltung war das große Jubiläum zum 800-jährigen Bestehen der Bevenser Gilde, welches 2020 groß gefeiert wird und vorgestellt wurde.

Im September nahm man, wie in den vergangenen Jahren, am Heideblütenfest in Westerweye, am Schützenfest in Stöcken und beim Laternenumzug in Thomasburg teil. Zum Ende des Monats stand dann das Kartoffelfest in Bämsen statt, bei dem ein langer Zug mit Festteilnehmern durch die Stadt zog.

Anfang November fand zu Ehren seiner Majestät Sven Schaffhauser und seiner Königin Andrea der Königsball im Kurhaus statt. Alle freuten sich auf diesen Abend, da man sich nicht nur mal wieder schick machen konnte, sondern auch unsere Lyristin Andrea im Vordergrund stand. Es war ein geselliger und toller Abend, mit durchweg guten Reden und leckerem Essen. Und auch unsere Jugendlichen zeigten mal wieder, dass auch sie Bälle feiern können.

Die letzten beiden Auftritte des Jahres waren auch dieses Jahr der Laternenumzug der Kirche und die Eröffnung des Lichterglanzes in Bad Bevensen. Hier wurde die Vorweihnachtszeit mit den Weihnachtsliedern eingeläutet und der Abschluss des Jahres gefeiert. 


Nun geht es in die Winterpause, die etwas Zeit zum erholen und regenieren bringt, bevor das große Jubiläumsjahr mit der 800-Jahrfeier der Bevenser Gilde eingeläutet wird.