2017

 

Es war die längste Winterpause seit Wiedergründung des Spielmannszugs. Knapp vier Monatewurde Kraft für die neuen Aufgaben gesammelt. Kurz vor Ende der Pause am 23.02. fand sich der Vorstand ein, um die anstehende Jahreshaupt-versammlung vorzubereiten. Hier wurde der Grundstein für das neueste Projekt gelegt: der Jugendspielmannszug.

Man erstellte ein Konstrukt an Spielleuten und eine Marschliste, die dieser problemlos spielen können sollte. Es fehlten nur noch zwei Bausteine: wer sollte als Tambourmajor den Zug anführen und wer spielt die neu erstandene Kinderpauke (aus Carbonfaser, Gewicht 4kg)?

 

Den Startschuss gab dieses Mal nicht die Jahreshauptversammlung, sondern das in diesem Jahr am 27.02. stattfindende Faschings-Üben. Wieder einmal kostümierten sich die Spielleute in den unterschiedlichsten Variationen. Es war ein lustiges Üben, an dem alle Beteiligten einen Riesenspaß hatten.

 

Bei der Jahreshauptversammlung gab es zwei Abgänge aus dem Vorstand. Marco Burmester trat aus beruflichen Gründen von seinen Posten als 2. Vorsitzender und Gerätewart zurück. An seine Stelle trat Sabine Pomplun als 2. Vorsitzende. Als neuer Gerätewart rückt Marvin Behne in den Vorstand auf. Auch Dirk Fenske-Veenhof gab den Posten als Schriftführer an seine Vorgängerin Birthe Buggert-Ostermann ab, kümmert sich aber weiterhin um die Öffentlichkeitsarbeit und diese Homepage. Die Highlights des vergangenen Jahres mit den Schützenfesten in Bremen/Stuhr und Hannover wurden hervorgehoben. Erstmal nahmen auch einige der jüngeren Spielleute teil, was wohlwollend anerkannt wurde. Auch eine Art, Verantwortung am Ganzen zu übernehmen; das wächst was!

Am 26.03. war dann endlich der erste Auftritt der musikvernarrten Truppe. Und wie sehr man diesem ersten Event entgegen fieberte zeigte die Anzahl an Spielleuten, der Niklas Behne voranschritt: 35 Spielmöpse! Bei Kaiserwetter ging man die Fußgängerzone rauf und runter und wurde im Garten von Wilhelm Rabe von der Firma Möbel Reck um Siegfried Tippel bestens verpflegt. Gerade die junge Truppe hatte viel Spaß, wo auch zum ersten Mal die ganz neuen Spielleute dabei waren.

Im April waren keine Auftritte und auch im Mai kam der erste Termin wegen des späten Osterfestes erst sehr spät. Am 20.05. buchte der Schützenverein Nestau und Umgebung wieder den Spielmannszug, nachdem man im Vorjahr diesen Termin wegen dem Schützenfest in Bremen/Stuhr absagen musste. Auch hier kommt es wieder zum Tragen, dass der Bevenser Spielmannszug ein Marsch nach dem nächsten ohne Pause spielt, was den langen Marsch von Nestau nach Suhlendorf deutlich

Am Vatertag besuchte man wieder einmal die „Hopping-Schützen“ der Schützenvereinigung Dahlem/Köstorf/Harmstorf und verbrachte dort bei schönem Wetter einen angenehmen Tag, ehe man zwei Tage später wieder zurückkehrte, um dieses Schauspiel zu wiederholen. Hier erlebte man wieder zwei Premieren: zum einen feierte Sofie Gelsdorf als auserkorene Tambourmajorin des neuen Jugendspielmannszugs ihr Stab-Debüt und führte den Festzug mit Unterstützung von „Altmeister“ Niklas Behne durch Köstorf, zum anderen gesellte sich heute das zu dem Jugendspielmannszug fehlende Mosaiksteinchen hinzu. Zum ersten Mal schwang Joanne Veenhof den Paukenknüppel.

angenehmer gestaltet. Zuvor lud jedoch der König der Könige Thomas Reimer zum Königsfrühstück bei sich daheim und was er und vornehmlich seine Gattin Doreen auf den Tisch zauberten, war wahrlich königlich. Rührei und alle möglichen Leckereien ließen sich die Spielleute schmecken, bevor es per Bus nach Nestau und dann per Marsch zurück ging. An diesem Tag feierte auch das neue Nesthäkchen des Zugs, Justus Alvermann, sein Debüt und ließ neben dem heute zum ersten Mal Pauke spielenden Bernd Abbe die Becken klingen.

Von hier ging es wie jedes Jahr zum zweiten Termin des Tages zum Kinderschützenfest nach Suhlendorf. Dieses Mal hatte der Vergnügungsausschuss für reichlich Essen und Trinken gesorgt, sodass man satt den langen Ummarsch im Dorf antrat. Doch die Sonne brannte mörderisch und es wurde immer heißer. Und man hatte noch den langen Ummarsch durch's Dorf vor sich.

Nach Ankunft auf dem im Zuge der Suhlendorfer Straßen-erneuerung neu gestalteten Festplatz vor dem Gasthaus Wöpse, wurde gleich die erste Getränkebude in Beschlag genommen.Man verlebte einen schönen Tag mit vielen Autoscooterfahrten und einem Schützenkönig, der seit dem ersten Aufmarsch des Bämser Spielmannszugs in der Gemeinde diesem äußerst wohlgesonnen ist: Eckhard „Speckie“ Meyer. Er sorgte dafür das die Kinder des Öfteren kostenlos Autoscooter fahren konnten und ließ es sich nicht nehmen, den Zug nach der Königsproklamation zum Abschied hinauszubegleiten.

Jetzt war es nicht mehr lange hin bis zum eigenen Schützenfest, dem alle euphorisch entgegen fieberten. Wie jedes Jahr begleitete der Spielmopszug die Gardekompanie vom Pott & Pann aus zum Schützenhaus, wo auf die jeweiligen Scheiben geschossen wurde und man unter Applaus von der Damenschießsport-Abteilung in Empfang genommen wurde. Im Garten gab es dann ein Ständchen für das Geburtstagskind Steffi Fricke, die sich eine Träne der Rührung nicht verkneifen konnte. Und auch hier gab man seinem „Küken-Tambour“ die Gelegenheit, sich erstmals den Bevenser Schützen zu präsentieren. Langsam klang der Tag aus und man freute sich auf den folgenden Tag mit der Schützenkompanie.

Dieser Sonntag (11.06.2017) soll ein ganz besonderes Datum sein, denn er ist die Geburtsstunde unseres neuen Jugendspielmannszugs (und wo ich das schreibe, habe ich Tränen in den Augen; Anm.d.Verf.)! Was in fünf Jahren harter Arbeit VON ALLEN akribisch aufgebaut wurde, soll ab diesem Tag Früchte tragen und unserem Spielmannszug ein Lebenselixier einhauchen, was sich nicht mehr verbraucht.

Nachdem man bei Jan Wieter (Stegen) aufmarschierte, ging es nach einem kurzen Umtrunk durch die geliebte Eisenbahnunterführung am Bahnhof, wo man mit Preußens Gloria wieder für einen donnernden Urknall sorgte. Nach kurzem Schnaps-Stopp bei Hasso Schulz, ging es weiter in die Jahnstraße zum neuen Leutnant der Schützenkompanie Roland Zander. Nach dem dortigen Aufenthalt hielt man Einzug in das Königshaus Behne, wo man mit Speis und Trank versorgt wurde und der Jugendspielmannszug seine Generalprobe erlebte.

Nach großem Applaus und anerkennenden Worten ergriff der 1. Vorsitzende Andreas Hencke das Wort. Er lobte die jungen Spielleute mit Stolz in den höchsten Tönen. Es folgte eine Reihe von Ehrungen, die mit diversen Orden zum Ausdruck gebracht wurden und zukünftig die schöne Uniform der Spielleute weiter verzieren sollte. Geehrt wurden:

 

- Andrea Schaffhauser für 40 Jahre Spielmannszug-Treue

- Christoph Scharf für 25 Jahre Spielmannszug-Treue

- Sabine Pomplun für unermüdlichen Einsatz in allen Funktionen (Ausbildung, Vergnügungsausschuss, Vorstand)

- Andreas Czerwinski für seine geleisteten Dienste als Tambourmajor und ständige Bereitschaft

- Sabine Goll für ständige Anwesenheit ob Üben oder Auftritte

- Niklas Behne den Tambourstern statt Tambourschnur

 

Weiterhin erhielten für ihre Treue und ihren Fleiß als "Nachkömmlinge" der Gründungsmitglieder die Spielmannszug-Medaille:

- Niklas Behne

- Marvin Behne

- Bernd Abbe

- Melanie Czerwinski

- Charleen Czerwinski

- Lee-Ann Czerwinski

- Maren Gemballa

- Lara Gerstenkorn

- Anna Sophie Eckert

- Sofie Gelsdorf

- Sven Siefke

- Joanne Veenhof

- Alex Gelsdorf

- Jule Grabowski

- Maxi Bussler

- Tessa Pili

- Fabian Bielke

Ehren-Tambour-Orden für Andreas Czerwinski

Spielmannszug-Medaillie Treue und Fleiß

Nach einer kurzen Verschnaufpause machte sich der feiernde Tross auf, um sich in der Innenstadt zu zeigen, wo bei Verkaufsoffenem Sonntag die Lüneburger Straße gut gefüllt war und man zum Kirchplatz marschierte. Bei sonnigem Wetter standen die Leute bei der Eisbar an. Auch sonst war der Platz bestens besucht. Zunächst gab der gesamte Klangkörper ein Konzert. Dann ließ Niklas Behne die Erwachsenen austreten. Übrig blieb der folgende erstmals in der Öffentlichkeit auftretende Jugend-Spielmannszug, bei dem aber noch eine Reihe junger Spielleute an diesem Tag fehlten:

 

Tambourmajorin: Sofie Gelsdorf

Flöten: Lee-Ann Czerwinski, Lara Gerstenkorn, Anna-Sophie Eckert, Henriette Meyn, Lisa Milnikel,

Rieka Heider, Sandra Ciolczyk

Trommel: Alex Gelsdorf, Maxi Bussler, Charleen Czerwinski, Tessa Pili, Joelle Mohr

Lyra: Johanna Hinz, Sven Siefke (als Aushilfe)

Becken: Justus Alvermann

Pauke: Joanne Veenhof

Weiter ging es zum Schützenbruder Siegfried Tippel, der alle zu sich in sein neues Heim eingeladen hatte. Man genoss die freien Minuten im herrlich angelegten Garten. Als man einen spielen wollte, bemerkte man plötzlich die hervorragend geeigneten Örtlichkeiten und teilte sich in einer Art und Weise auf, die sogar eine nie dagewesene Choreographie zuließ. Die Lyristen drehten sich an bestimmten Stellen des Marsches und sorgten für begeistertes Juchzen. Zudem spielte man zu Ehren des Gastgebers (man beachte seien Nachnamen), den seit der Winterpause einstudierten Tippelbruder-Marsch.

Der Tag neigte sich dem Ende zu und so zog der Tross mit fröhlichen Klängen vorbei am Freibad und dem Minigolf-Platz durch den Kurpark über die Dahlenburger Straße zum Schützenhaus, wo der Wirt die Schützenkompanie zum traditionellen

Aal-Essen erwartete. Die Pflicht war erledigt, jetzt wartete mit dem offiziellen Schützenfest-Wochenende die Kür.

 

Der Freitag kam mit großen Schritten und man fand sich in bester Schützenfestlaune am Schützenhaus ein, um (inzwischen) traditionell von dort zum Festplatz rüber zu marschieren.

Dieser war in diesem Jahr ein wenig umgestaltet worden. Erstmals wurde das Schützenfest in Zusammenarbeit mit der BBM durchgeführt. Das Festzelt stand an dem Platz, wo während der Bauzeit des Kurhauses das „Neptuns Inn“-Zelt aufgebaut war. Die Proklamationsbühne stand vor dem Neptun-Brunnen und die beiden Wege hoch in die Innenstadt waren von den Schaustellern gesäumt. Die Idee war, beim Gang aus der Stadt sofort vom Festplatz eingeladen zu werden. Für die Jugendlichen gab es nur einen Kritikpunkt: es waren für Sie keine Fahrgeschäfte vorhanden. Lediglich ein Kinderkarussell versüßte den kleineren Mitbürgern die Zeit.

 

Als Tambourmajor Niklas Behne den Zug nach dem losen Marsch über die Demminer Allee stillstehen ließ und „Locke-Bevenser“ zum Aufmarsch ausrief, hatten sich die Wolken am Himmel zu einem heftigen Regenguss formiert und es ging nur noch um Sekunden. Der erste Paukenschlag des Schützenfestes war ertönt und man zog ins Festzelt, wo die applaudierende Gilde den Bevenser Schützenmarsch laut mitsang und mit der letzten Textzeile „seid einig und fröhlich und treu dem Vaterland“ sich bei den Händen nahm und sich auf die kommenden Tage einschwor. Nach dem Jubel hörte man dann den prasselnden Regen, der auf das Zeltdach seinen eigenen Trommelschlag inszenierte. Puh … das war keine Sekunde zu früh.

Nachdem der Regen aufhörte marschierte die Gilde auf dem Kirchplatz auf und als man von dort zum Fahnenabholen zum Ämterzentrum abmarschierte, gaben die drohenden Wolken doch noch einen kleinen Schauer von sich, der aber zum Glück recht schnell vorüber war. Es sollte das letzte Mal an diesem Wochenende sein, dass nicht die Sonne schien. Somit war klar: die Königswürde könnte von keinem Gardisten errungen worden sein. So ging das Regentschaftsjahr des „Spielmannszugs-Königs“ Rainer Behne, nachdem man ihn und seine Gattin Birgit am Schützenhaus abgeholt hatte, zu Ende. Bei der Verlesung der Rangfolge der Königsanwärter war man doch sehr verblüfft. Fast die kompletten ersten zehn Plätze waren mit ehemaligen Königen gespickt, die die Königswürde ein zweites Mal erlangen wollten. Und der jüngste König von Ihnen wurde es: nach 2013 würde Marcus Beckedorf die Königskette tragen. Er tat es seinem Vor-Vorgänger gleich und benannte seine Begleiter aus den anderen beiden Kompanien, um ein König für die Gilde zu sein.

 

Die Ehrung der Spielleute übernahmen in diesem erstmals Marvin und Niklas Behne. Gewinner der Spielmannszugsscheibe war nach 2012 zum zweiten Mal Andreas Czerwinski. Beim Lichtpunktschießen der unter 16-jährigen, das wieder von der Leitern der Jungschützen Marianne Lappöhn-van der Schans organisiert wurde, konnte sich Joanne Veenhof erstmals Siegerin nennen. Der erste Tag war wieder einmal viel zu schnell vergangen, aber es sollte ein sehr emotionaler Lustiger Sonnabend folgen.

 

Die Mannschaft für den Außenbezirk startete gleich mit einem Problem: sowohl Marvin Behne, der vom zweiten Trommler Dirk Fenske-Veenhof aus dem Bett geklingelt werden musste, wie auch die sich wieder als Fahrerin zur Verfügung gestellte Katrin Eggers hatten verschlafen, womit der Zeitplan noch enger wurde. Man schaffte es aber rechtzeitig, den geschiedenen Hauptmann der Schützenkompanie Massimo Arrighi als letzten auf der Liste zu wecken, der die 4er-Truppe, der neben den beiden Trommlern auch Tanja Hinrichs und Melanie Czerwinski angehörten, zum Frühstück in den Heidestern einlud, um sich zu stärken. Ein Angebot, das man nicht ablehnen konnte. Der Treffpunkt, wo man sich dem Spielmannszug wieder anschließen sollte, war nicht so weit weg. Im Gollerner Weg bei Jens Siefkes Residenz wartete die Jägerkompanie erstmals darauf, die Bevenser Musiktruppe als Königskompanie vor sich spielen zu hören. Die Vier marschierten im Garten auf und spielten für den Gastgeber nebst seiner Gattin Britta das obligatorische „Freut Euch des Lebens“.

Danach begrüßte der Jäger die Spielleute und machte keinen Hehl daraus, wie stolz die Jägerkompanie darauf sei, dass der Bevenser Spielmannszug endlich wieder vor seiner Kompanie marschieren würde. Daraufhin fragte Dirk Fenske-Veenhof nach, ob man die Jäger denn noch nicht verständigt hätte, was verblüfft verneint wurde. Der Spielmann erklärte, dass der Ebstorfer Spielmannszug am gestrigen Abend kurzfristig abgesagt hätte und der Spielmannszug daher entschlossen hätte, bei der Schützenkompanie zu spielen. Lediglich die vierköpfige Abordnung sollte die Königskompanie zum Frühstück ins Zelt spielen. Fassungslos klappten bei Jens und Britta Siefke die Kinnladen runter. Ein Bild für die Götter! „Hey, ich mach doch nur Spaß, heute ist Lustiger Samstag“ stellte der Trommler nun breit grinsend alles richtig, was von einer sich schleunigst aufhellenden, lächelnden Miene der Gastgeber begleitet wurde, dem eine nicht jugendfreie Betitelung für den Schelm folgte.

 

Die nächste Überraschung folgte auf dem Fuß: Nachdem der Zug nun auch aufmarschiert war, bog ein in Spielmannszug-Uniform gekleidetes Pärchen um die Ecke. Eigentlich für das komplette Wochenende wegen eines Camping-Urlaubs abgemeldet, konnten es sich Tanja Döhring und Marco Burmester aus Liebe zu ihrem Zug nicht nehmen lassen, ihre Spielmöpse dann doch zu verstärken und den Urlaub vorzeitig abzubrechen.

 

Nachdem man, wie die anderen Kompanien im Festzelt eingetroffen und das gemeinsame Gilde-Frühstück zu sich genommen hatte, machte sich der Spielmannszug nun abmarschbereit. Mit Wolle verbanden sich die einzelnen Reihen zu einer Einheit und wo es nur ging, wurden Nationalflaggen aller möglichen Länder befestigt. Gebastelte Notenschlüssel verzierten den Tambourstab und anderen Instrumente und neben dem Tambourmajor hielt Johanna Hinz ein Schild hoch. Als es los ging und man die ehemalige Göhrdestraße hinauf in die Innenstadt marschierte, sah man die Passanten, wie sie versuchten, das auf dem Transparent geschriebene zu lesen und als sie entziffert hatten, sah man allesamt ihre Handys zücken, um ein Foto zu machen. Der Vergnügungsausschuss hatte sich für dieses Jahr ein Motto überlegt, das um die Welt gehen sollte. Und nun verstand man auch die Schnüre, Flaggen und Notenschlüssel, denn auf dem Transparent stand: „Musik verbindet alle Menschen!“

Nach dem Aufmarsch in der Fußgängerzone und dem anschließenden Appell am Kirchplatz mit dem traditionellen Walzer, ging es weiter zum Ämterzentrum. Hier gab es in diesem Jahr eine lange Liste von Ehrungen für den Spielmannszug. Fünf Jahre waren vergangen, seitdem die glimmende Glut wieder zu einer lodernden Flamme wurde und danach ein Feuer entfachte, für das diese Spielleute nun mit der bronzenen Ehrennadel für 5-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Bei den Ausgezeichneten handelte es sich um:

 

Bernd Abbe, Marvin Behne, Niklas Behne, Fabian Bielke, Kerstin Bielke, Joachim Biermann, Birthe Buggert-Ostermann, Marco Burmester, Andreas Czerwinski, Charleen Czerwinski, Lee-Ann Czerwinski, Melanie Czerwinski, Dirk Fenske-Veenhof, Alexander Gelsdorf, Maren Gemballa, Sabine Goll, Jule Grabowski, Tanja Hinrichs, Karsten Oed, Manuela Oed, Sabine Pomplun, Andrea Schaffhauser, Sven Siefke, Steffen Sühnhold, Joanne Veenhof, Ute Weise

Und auch ein weiterer Spielmann konnte glücklicherweise seine Auszeichnung entgegen nehmen, nachdem er am Vorabend noch krank im Bett gelegen hatte. Justus Alvermann bekam den Wanderpokal des jüngsten Spielmanns von Tambourmajor Niklas Behne überreicht.

 

Und auch danach ging es emotional weiter: Da Tanja Döhring und Tessa Pili den Spielmannszug in den fünf Jahren jeweils kurzzeitig verließen, aber wieder zurückkehrten, schenkten Marco Burmester und Dirk

Fenske-Veenhof den beiden ihre Nadeln, da sie noch von ihrer ersten Zeit die Nadeln besaßen. Aus Rührung über diese Geste rannen einige Tränen über die Wangen und unterstrichen den Teamgeist, der in den Reihen des Spielmannszugs herrscht.

 

Nach dem Marsch zum Schützenhaus und der Einkehr im Festzelt galt es dann, sich für das neue Spielmannszugs-Portrait zu formieren:

Die Stunden vergingen wie im Flug ehe es zum Fahneneinmarsch ging. Der traditionelle Marsch durch den Fußgängertunnel mit "Preußens Gloria" und dem "Regimentsgruß" war wieder Gänsehaut-Feeling pur und wie schon im Vorjahr ging es zu "Mückes Pub" in die Passage. Nach dem Rückmarsch ins Zelt wurde bei Discomusik weiter gefeiert, ehe auch dieser Tag Geschichte war und abschließend der Kinderkönig-Tag vor der Tür stand.

 

An diesem Tag taten die Beine schon gehörig weh und die Kräfte schwanden langsam. Und so war man nach einem schönen sonnigen Tag froh, als man den neuen Kinderkönig zum Schützenhaus gespielt hatte und sich mit dem Gedanken bei allen verabschiedete, wieder ein schönes Schützenfest erlebt zu haben!

 

Man sehnte sich nach der Sommerpause, doch einen Termin gab es noch zu bestreiten, der zu den Highlights dieses Spieljahres gehörte: das Treffen der ältesten Schützengesellschaften in Hildesheim. Die Stimmung auf der Hinfahrt war gut und alle freuten sich auf den bevorstehenden Tag.

Nach der Ankunft in Hildesheim marschierte man zum Rathausplatz, um sich an der zugewiesenen Platznummer aufzustellen. Auf dem Platz in der schönen Altstadt kamen viele Spielmannszüge und Musikgruppen an. Leider setzte dann Regen ein. Aber kein Grund zur Panik! Man zog sich die Regenjacken über und marschierte dann bei leichtem Regen los. Die Strecke ging durch die Stadt bis zum Schützenplatz. Das Publikum, dass auf der laut Veranstalter 4,8 km langen Strecke sehr zahlreich vertreten war, sorgte für sehr gute Stimmung. Selbstverständlich wurde wie immer durchgespielt, selbst als die Regenjacken während des Marschierens ausgezogen wurden bzw. als ein Rettungswagen vorbei gelassen werden musste.

Am folgenden Wochenende galt es noch die beiden Auftritte beim Schützenfest in Bavendorf zu bestreiten. Als man sich am Schützenhaus voneinander verabschiedete, hieß es durchpusten und Kraft tanken. Die Sommerpause stand bevor.

 

Die knapp fünf Wochen vergingen wie im Flug und so traf man sich am 05. August hinter dem Schützenhaus zum internen Sommerfest ein, das der Festausschuss vorbildlich vorbereitet hatte. Der Start war nicht gerade gut. Um 15:15 Uhr fing es an zu tröpfeln und der Himmel verriet nichts Gutes. Als sich um 16 Uhr die Mitglieder einfanden, sah es schon etwas besser aus. Und da das Motto "Beachparty" hieß, sollte ja eh jeder nass werden 😜

Für die Kinder war es wieder ein Riesenspaß. Steffen Sühnhold, Marvin & Niklas Behne, sowie Dirk Fenske-Veenhof legten sich mit ihnen an, bis alle in klatschnassen Klamotten steckten. Nachdem man sich umgezogen hatte, gab es leckere Salate und Gegrilltes, ehe man in den Karaoke-Modus überging und die Stimmung mehr und mehr den Höhepunkt erreichte.

Nach dem Eintreffen am Schützenplatz fragte die vor dem Zug postierte Junggesellengruppe, ob der Zug denn auch mal eine Pause mache. Marcos Burmesters Antwort kam prompt: "Jetzt!" Die Spielleute erhielten viel Lob für das Durchspielen … insgesamt fast 2 Stunden.

Später gab es ein gemeinschaftliches Konzert mit dem Ebstorfer Spielmannszug, ehe es zu den Fahrgeschäften ging. Kurz nach 17 Uhr hieß es dann aufsitzen zur Rückfahrt, die natürlich ausgelassen mit Musik und gemeinschaftlichem Singen untermalt wurde.

Als nochmals Regenwolken nahten, wurde kurzerhand ein weiteres Zelt aufgebaut, um die Musikanlage zu schützen und das war auch gut so, denn für kurze Zeit fiel leichter Regen. Doch auch das konnte die Stimmung nicht mindern. Es wurde ausgelassen gefeiert bis man sich entschloss, den Anwohnern einen folgend ruhigen Abend zu bescheren und das Singen einzustellen.

Der darauffolgende Samstag hatte es wieder einmal in sich. Zunächst feierte man sein Debüt beim Feuerwehrwettkampf in Röbbel. Zum ersten Mal sollte dieses Event vom Bevenser Spielmannszug begleitet werden. Und so fuhr man mit Privatautos in das Nachbardorf.

 

Anschließend gab es dann einen besonderen Auftritt. Die Familie Schaffhauser hatte zum 140(!). Geburtstag an den Bevenser Sandschellen geladen. Sven und Lyristin "Anschi" hatten beide das 50. Lebensjahr vollendet und die gemeinsamen Zwillinge Finja und Tracy durften sich fortan "Twen" nennen. Eine rauschende Party die sehr lange dauerte.

Am 19.08. stieg eine 19 Mann starke Truppe in Bus nach Stöcken, wo man zum dritten Mal aufspielte. Beim Antreten vor dem Stöckener Schützenhaus trat der 1. Vorsitzende mit betretener Miene vor die Front. Er teilte den Spielleuten mit, dass der Leiter der Oldenstädter Lenzmusikanten und verbundener Freund des Bevenser Spielmannszugs, Horst Schulz, mit dem man zwei Monate zuvor noch das Bevenser Schützenfest feierte, am 16.08. verstorben sei. Alle wussten, dass er schwer krank war. Dass es aber so schnell gehen würde, damit hatte keiner gerechnet. Man gedachte dem „Mann mit der Trompete“, der sein Leben der Musik gewidmet hatte. Er hinterlässt eine klaffende Lücke, die nicht geschlossen werden kann und deren Nachwehen noch lange in der musikalischen Welt der Region Uelzen zu spüren sein werden. Ruhe in Frieden, "Hotte"! 😢

Diese Nachricht lies vor allem bei den älteren Spielleuten die Stimmung auf ein Minimum sinken, kannten Sie das musikalische Vorbild doch schon seit den 80er-Jahren als Frontmann des Oldenstädter Blasorchesters.

Zunächst ging es zum amtierenden König Jürgen Dierks, von wo aus man nach dem obligatorischen Umtrunk zum Frühstück in das Oetzener Schützenhaus per Bus überführt wurde, wobei im Bus des Spielmannszugs natürlich wieder stimmungshafte Musik zelebriert wurde. Das anschließende Frühstück war wieder einmal hervorragend. Wieder im Bus ging es zurück nach Stöcken, wo man die Schützen zurück in ihr Domizil spielte und sich schließlich verabschiedete.

Man fuhr zurück nach Bad Bevensen, wo man noch jemanden überraschen wollte… Die Damen-Abteilung der Gilde feierte am heutigen Tag ihr 50-jähriges Bestehen und beging dieses im Garten hinter dem Schützenhaus. Passend marschierte der Zug mit dem Bevenser Schützenmarsch auf. Es folgten die drei Kompanie-Märsche und eine total überraschte und gerührte Leiterin Steffi Fricke bedankte sich für die gelungene Überraschung und lud die Spielleute zum Bleiben ein.

Der nächste Auftritt lag zwei Wochen entfernt und hatte wieder ein langen Umzug im Programm... das Westerweyher Heideblütenfest. Mit 22 Spielleuten trat man an. Nachdem man im letzten Jahr „geduscht“ die Heimreise antrat, war das Wetter dieses Jahr sehr gut. Die Sonne schien und es war warm. Aus diesem Grund wurde auch die große Runde durch die Gemeinde gewählt.

Der Festzug endete wieder auf der großen Festwiese. Nachdem noch der Balmoral mit den Ebstorfern auf der Bühne gespielt wurde, wurde man verpflegt und trat mit müden Beinen die Heimreise an.

 

Und auch das Oktoberfest in Uelzen am 17.09. durfte im Terminkalender natürlich nicht fehlen. Antreten war wie die Jahre zuvor auch am Hammersteinplatz. Von hier aus ging es mit einem kurzen Ummarsch durch die Stadt zum Herzogenplatz. Nachdem die Schützen weggetreten waren, marschierten die drei Spielmannszüge (Oldenstadt/Melzingen, Uelzen und Bevensen) mit „Preußens Gloria“ ins Zelt. Nach einer kurzen Stärkung gab es schließlich noch ein gemeinsames Konzert mit den Klangkörpern. Die Stimmung war wieder super und die Band „Allgeier“ hat auch wieder Vollgas gegeben. Zum Abschluss gab es noch ein alleiniges Konzert ehe man Richtung Heimat aufbrach.

Es stand mal wieder ein Heimspiel an, die BBM hatte zum Heidekartoffelfest geladen. Wie bei Auftritten in Bevensen meist üblich wurde sich am Schützenhaus getroffen. Von dort ging es zum Ämterzentrum, um wie jedes Jahr die Spitze des Festumzugs einzunehmen. Gegen 15 Uhr startete man mit Musik in Richtung Fußgängerzone. Wie jedes Jahr war die Stadt wieder sehr gut besucht und das Publikum war hervorragend.

Am Neptunbrunnen endete der Umzug, doch für die Spielleute sollte es direkt weiter gehen. Ein Konzert auf dem Kirchplatz stand auf dem Plan. An diesem Tag war alles sehr eng getaktet und eigentlich war zwischen dem Konzert und dem großen Finale mit den Musikzügen aus dem Kreis eine kurze Pause zum Essen und Trinken geplant. Die Truppe hatte aber nicht mit unserem Kassenwart „Bibo“ gerechnet. Da an diesem Wochenende auch ein Mittelaltermarkt im Kurpark stattfand und hier ein Karussell aufgebaut war, konnte man das gesamte Karussell mit Spielleuten besetzen. Nachdem das Karrussel durch Muskelkraft angetrieben wurde, spielten die Spielleute während der Fahrt Preußens Gloria und das Trompetenecho… eine mega spaßige Aktion!

 

Schließlich ging man zum Neptun-Brunnen, wo nach und nach die Klangkörper zum großen Finale aufmarschierten. Als erstes Stück wurde die Eurovisionsfanfare gespielt. Darauf folgten von allen Zügen der Hannoveraner Marsch, Balmoral und der Fehrbelliner Reitermarsch. Beim Abmarsch wurde

dann noch Preußens Gloria von allen zum Besten gegeben. Ein erfolgreiches und tolles Abschlusskonzert, das viele Besucher anzog und tosenden Applaus zwischen den Stücken aufkommen ließ. Wieder ein gelungenes Event, das die Bevenser Innenstadt aus allen Nähten platzen ließ und bei dem alle Beteiligten einen Riesenspaß hatten!

 

Anders als in den vorigen Spielzeiten war der Kalender dieses Jahr etwas gestreckter. Wo sonst immer ein Wochenende mit Doppeltermin stand, fanden das Heidekartoffelfest und der Laternenumzug in Thomasburg an zwei Wochenenden statt, da Thomasburg immer am letzten Samstag des Septembers das Laternegehen veranstaltet und Bad Bevensen ihr Großevent immer am letzten Sonntag. Wieder ging es gefühlt durch sämtliche Straßen der Ortschaft und der Marsch endete wieder im wunderschönen Ambiente der natursteinernen Kirche im Schein des prasselnden Lagerfeuers. Nach einer Stärkung und einem Konzert hieß es wieder Abschied nehmen um die Heimreise anzutreten und sich von dem anstrengenden September zu erholen.