Nach der wohlverdienten Sommerpause ging es mit großen Schritten auf den Oktober zu und am letzten Wochenende des September führte man, wie auch schon im Vorjahr, wieder den Umzug des Bad Bevenser "Heidekartoffelfestes" an, der vor dem Ämterzentrum in der Lindenstraße mit alten Treckern, Pferdekutschen und anderen Gefährten startet. Dabei säumten viele Schaulustige die Straßen und machten so dieses Event zu einem großen Spektakel, bei dem alle ihren Spaß hatten. Alles in allem wieder eine großartige Gelegenheit, die nie für möglich gehaltene Stärke des Spielmannszugs in dieser Zeit eindrucksvoll zur Schau zu stellen. Als großen Höhepunkt feierte man zudem die Premiere des neu einstudierten Marsches "British Grenadiers", der fortan aus dem Konzertprogramm nicht mehr wegzudenken war.

Es folgte am Wochenende drauf einer der besondersten Auftritte seit der Neugründung. Der 1. Vorsitzende Andreas Hencke hatte zum 04. Oktober zu seinem 50. geburtstag eingeladen und so fand man sich in großer Stärke zu diesem Anlass in der Ludwig-Ehlers-Straße ein, um dem "Vater des Zuges" die Ehre zu geben. Es erwartete die Spieltruppe ein tolles Ambiente auf dem Firmengelände der Hencke Fleischwaren GmbH, auf dem ein großes Festzelt die Geburtstagsgesellschaft beherbergte. Die Stabführung übernahm an diesem Abend ehrenhalber der frühere Tambourmajor und Bruder Hartmut Hencke, der zeigte, dass er nichts verlernt hat. Eine rauschende Feier bis in die frühen Morgenstunden wurde es, bis denn auch die letzten Gäste erschöpft in die Federn fielen.

2014

 

Das Jahr 2014 könnte man kurz und knapp mit dem Wort „Superlative“ umschreiben, denn was sich innerhalb der nächsten 12 Monate im Zug bewegte war schier unglaublich und vor allem zukunftsorientiert. Der ganze Zug bekam ein neues Gesicht.

Dies nahm bei der Jahreshauptversammlung zu Beginn des Jahres seinen Anfang. Andreas Hencke und Marco Burmester hatten Verbindung zu einer Hannoveraner Firma für Uniformen Kontakt aufgenommen und somit für eine Überraschung während der Versammlung gesorgt. Zwar stand auf der Tagesagenda auch die Abstimmung zu einer neuen Anzugsordnung … dass aber sogar schon ein Anzugsmodell vorgeführt würde, ließ allen Mitgliedern im positiven Sinne die Kinnlade runterklappen.

2012 - Die geplatzte Fusion

 

In Anbetracht der allgemein herrschenden Dürre in den Spielmannszügen im Landkreis Uelzen wurde Andreas Hencke angesprochen, ob die Bevenser zu einer eventuellen Fusion der Spielmannszüge Uelzen und Bad Bevensen bereit wären. Man entschloss sich, einen Versuch zu wagen und so wurde im Frühjahr 2011 begonnen sich abwechselnd in Uelzen und Bad Bevensen zu gemeinsamen Übungsabenden zu treffen.

 

Hierbei wurde sich auf einen Grundstock an Märschen geeinigt, die beide Züge in ihrem Repertoire hatten. Hinzu kamen spzeille Märsche, die der eine Zug vom anderen angelernt bekam. So marschierte man erstmals gemeinsam in diesem Jahr zum Uelzener Schützenfest zu Pfingsten aus. Der Mix kam bei der Bevölkerung sehr gut an und auch die Spielleute bildeten unter sich eine freundschaftliche Gemeinschaft. Hierbei schon war der Bevenser Spielmannszug an allen Tagen zahlreich vertreten und zeigte, dass man zu der eingegangenen Verbindung steht.

 

Darauf folgte das Bevenser Schützenfest, dass ebenfalls zu einem sehr großen Erfolg wurde und die Züge mehr und mehr zusammenrücken ließ. In der Folgezeit wurde weiterhin gemeinsam geübt und man war sich einig, im kommenden Jahr die Fusion zu vollenden.

 

Am 07. Januar 2012 kam man schließlich im Schützenhaus der Bevenser Gilde zur Gründerversammlung zusammen, um die eingegangene Spielvereinigung offiziell zu besiegeln. Hier wurden Volker Eidinger und Andreas Hencke zu den Vorsitzenden per einstimmigem Beschluss ernannt. Marco Burmester fungiert als zukünftiger Stellvertreter, die Stabführung obliegt Volker Eidinger, der von Andreas Czerwinski vertreten wird.

 

Nach den wöchentlichen Übungsabenden stand dann schließlich das Uelzener Schützenfest vor der Tür, was wieder eine große Herausforderung darstellte. An fünf aufeinander folgenden Tagen spielte die Spielmannszug-Gemeinschaft unermüdlich auf. Am letzten Termin, einem Dienstag, jedoch konnten beruflich bedingt nur zwei der Bevenser Spielleute erscheinen, von denen kurzfristig noch einer ausfiel und auch der letztverbliebene aufgrund von Blessuren schließlich absagte. Ein harter Schlag für die Truppe, denn über das komplette Pfingst-Wochenende stellten die Bevenser die Mehrzahl der "Kombo" dar, womit nur eine kleine Abordnung ausschließlich aus Uelzener Spielleuten bestehend aufspielte. Dies bewog den zum 1. Vorsitzenden gewählten Tambourmajor Volker Eidinger schließlich dazu, die eingegangene Fusion mit sofortiger Wirkung aufzulösen.

 

2012 - Der Neuanfang

 

Dies war nun ein harter Schlag für die Bevenser, die kurz vor Ihrem eigenen Schützenfest nun wieder auf sich allein gestellt waren, was doch einige Selbstzweifel auslöste. Durch die Auflösung der Spielgemeinschaft rückte der bis dato 2. Vorsitzende Andreas Hencke automatisch zum (Interims-)1. Vorsitzenden auf. Nach kurzer Beratungsrunde im kleinen Kreis entschied man sich schließlich dazu: DANN BAUEN WIR DEN ZUG EBEN ALLEIN AUF!!! Doch zum Aufbau braucht man Nachwuchs und dieser muss angelernt werden. Doch wer sollte die Ausbildung gestalten? Kurzerhand sagten Andreas Hencke (Flöten) und Marco Burmester (Trommeln) zu, die Ausbildung der anvisierten neuen Spielleute federführend für ihr jeweiliges Instrument zu übernehmen.

 

Dass der harte Kern stark genug war, um das Bevenser Schützenfest auch dezimiert zu meistern, war allen klar, zumal noch in letzter Minute ehemalige Spielleute reaktiviert werden konnten und so eine schlagkräftige Truppe bereit stand. Aber was ist danach? Da die Kinder des langjährigen Spielmanns Dirk Fenske-Veenhof, Jordy und Joanne Veenhof, schon zu Beginn der Fusion sehr großes Interesse hatten, dem Spielmannszug beizutreten, was aber traditionsgemäß erst nach dem Bevenser Schützenfest möglich war, hatte man die Idee, die beiden schon jetzt in die Spieltruppe zu integrieren. So wollte man der Bevölkerung deutlich signalisieren: "Hey liebe Kinder und Jugendliche, wir bilden wieder aus, kommt zu uns!" So wurde Jordy mit einem kleinen Paar Becken ausgestattet und Joanne unterstützte ihrerseits das Schlagzeug mit einem Tambourine. Beide spielten die kompletten über zwei Wochenenden verteilten fünf Spieltage mit und verpassten nicht einenmarschierten Meter!

 

Doch es gab noch weitere deutliche Signale, dass man wieder als aktiver Spielmannszug auftreten wollte. Die Spielmannszugscheibe, die seit 1997 nicht mehr ausgeschossen wurde, konnte vom besten Schützen des Zuges wieder errungen werden (5 Schuss auf 10er-Ring auf 50 Meter). Dirk Fenske-Veenhof stiftete einen Wanderpokal für den jüngsten Spielmann (mehr dazu unter der Rubrik "Der jüngste Spielmann") und Andreas Hencke besorgte für die komplette Truppe einen Satz an neuen bedruckten Regenjacken in einem herrlich frischen, hellgrünen Ton (hierzu die Aussage des Trommlers der alljährlich geladenen Lentz-Musikanten: "Vorher erkannte man euch schon aus der Entfernung an eurem Spiel, jetzt sieht man Euch auch schon von weitem!"). Alles war angerichtet, der Bevenser Spielmannszug hatte sich pünktlich zu seinem 60. Geburtstag wieder neu aufgestellt!

vordere Reihe: Andreas Hencke, Andreas Czerwinski, Joanne Veenhof, Marc Hammermeister, Marco Burmester, Jordy Veenhof,

Andrea Schaffhauser, Werner Burmester

 

mittlere Reihe: Steffen Sühnhold, Ute Weise, Kerstin Möhrmann, Tanja Hammermeister, Sabine Eisentraut

 

hintere Reihe: Karsten Oed, Thomas Abbe, Hartmut Hencke, Joachim Biermann, Michael König, Sabine Goll, Rolf Griebel,

Birthe Buggert-Ostermann, Dirk Fenske-Veenhof, Christoph Scharf, Harald Krützfeldt

Nach dem ersten Wochenende mit Schießen und Kompanietag der Schützen war man gespannt, wie man beim zweiten und nun öffentlichen Teil des Schützenfestes bei der Bevölkerung ankäme. Nun galt es, die Werbetrommel zu rühren und dafür zu sorgen, möglichst viele Menschen vom Spielmannszug-Leben zu begeistern und nach außen zu zeigen, mit wieviel Spaß und Freude diese Aktivität in diesem Zug betrieben wird.

 

Am Tag des Königs wurde es dann auch bei der Königs-Proklamation offiziell verkündet: "Herr Major, Herr Bürgermeister, Bad Bevensen hat mit Jens Siefke nicht nur eine neue Majestät, Bad Bevensen hat auch wieder einen Spielmannszug!" Ein donnernder Jubel und Applaus brandete auf und man verkündete, man werde wieder ausbilden und hieße alle willkommen, die Lust haben, diesem eingeschworenen Spielmannszug beizutreten.

 

Im Anschluss an diese Worte wurden noch die beiden vorgenannten Preise vergeben. Stabführer Andreas Czerwinski erhielt die Spielmannszugscheibe, der Wanderpokal für den jüngsten Spielmann bekam die 7-jährige Joanne Veenhof überreicht.

Auch für den Lustigen Sonnabend hatte man sich etwas Spezielles ausgedacht. In Anspielung an die grellgrünen Regenjacken flankierten die beiden neuen Spielleute beim Aufmarsch in der Fußgängerzone und dem anschließenden Ummarsch ihren "Gast-"

Tambourmajor Hartmut Hencke und hielten vor sich die Verkehrsschilder "Achtung Krötenwanderung".

Auch beim am Nachmittag stattfindenden Gildekommers nahm eine Abordnung des Spielmannszuges teil. Der Tag wurde traditionell mit dem Fahneneinmarsch und anschließendem Kneipenbummel beschlossen. Beim Aufenthalt am "Pott & Pann" wartete dann eine weitere Überraschung auf die Schützen und Schützenfest-Sympathisanten, als plötzlich rhythmische Schlagzeugklänge ertönten und ein fünfköpfiges Team (Andreas Czerwinski, Marco Burmester, Marc Hammermeister, Michael König und Dirk Fenske-Veenhof) das zuvor einstudierte Trommelsolo schmetterte und so den Platz neben der Kirche in ein Tollhaus verwandelte.

Am nächsten Tag stand das Kinderschützenfest an, bei dem man nach vielen Jahren wieder aktiv mitwirkte. Nach dem Abholen Seiner Majestät am Schützenhaus, dem obligatorischen Aufmarsch am Kirchplatz und dem Abholen der Fahnen ging es zum Schützenplatz, wo das Schützenfest 2012 für den Bevenser Spielmannszug mit einem Platzkonzert einen würdigen Abschluss fand. Doch von Feierabend konnte noch keine Rede sein. Plötzlich machte die Runde, dass der neue Spielmann Jordy Veenhof sensationell gut mit dem Pusterohr geschossen hätte. So blieben alle Spielleute vorort, um der möglichen Proklamation einer Majestät aus den eigenen Reihen beiwohnen zu können. So sollte es auch kommen und die Spielleute begrüßten ihren Kameraden zu seiner Krönung mit tosendem Jubel.

Acht Tage später begrüßten Andreas Hencke und Marco Burmester zum ersten Übungsabend nach dem Schützenfest die neuen Spielleute. Sage und schreibe 26 konnte man während des Schützenfestes dazu begeistern, ein Instrument zu lernen und dem Bevenser Spielmannszug beizutreten. Man war sich bewusst, dass man diese Zahl nie halten würde können. Man hoffte aus diesem neu gewonnenem Nachwuchs 6-7 Spielleute für die Zukunft halten zu können. Doch die Begeisterung bei der Vielzahl brach nicht ab.

Am 01.09. lud Jordy schließlich zum Anbringen seiner Königsscheibe nach Tatern, wo man gemeinsam mit den anderen Gästen aus der Gilde feierte. Es wurden viele Märsche geschmettert, Kerstin Möhrmann und Tanja Hammermeister spielten sogar Flöte während sie schaukelten und auch nach Mitternacht wurde noch einmal das Trommelsolo angestimmt, was, wie man tagsdrauf vernahm, sogar Anwohner vom ca. 1km entfernten Pieperhöfen weckte.

Und auch zum Bevenser Weihnachtsmarkt spielte man mit starken 29 Spielleuten auf. Mit roten Weihnachtsmützen dekoriert marschierte man auf den Kirchplatz und ließ bei den Platzkonzerten aufhorchen:

Neben der bekannten zackigen Marschmusik erklangen plötzlich weihnachtliche Klänge. Mit einstudierten Liedern wie "Morgen kommt der Weihnachtsmann", "Oh du Fröhliche, oh du Selige" und "Jingle Bells" trug der Spielmannszug auch ohne Schnee zum weihnachtlichen Ambiente bei.

Es folgten weitere Übungsabende und der Tag des ersten offiziellen Auftritts außerhalb des Bevenser Schützenfestes rückte immer näher. Am 07. Oktober fand man sich mit 37(!) Spielleuten zum Heidekartoffelfest in Bad Bevensen ein, dessen Zug man anführte und demonstrierte, was für eine starke Gemeinschaft gewachsen war. Natürlich durfte auch die vor "Urzeiten" von den damaligen Spielleuten Lars-Arne Viebrock, Thomas Fenske und Marc Hammermeister eingeführte Torgauer-Choreografie nicht fehlen, die grundsätzlich beim Publikum für viel Staunen und Bewunderung sorgt.

2013

 

2013

 

Das neue Jahr wurde eingeläutet mit der 1. Jahreshauptversammlung der "Neuzeit". Die bislang interimsweise eingesetzten Vorstands-mitglieder wurden dabei in Ihren Ämtern bestätigt und somit hatte man die folgenden Spielleute an der Spitze:

  • 1. Vorsitzender: Andreas Hencke
  • 2. Vorsitzender: Marco Burmester
  • Kassenwart: Birthe Buggert-Ostermann
  • Tambourmajor: Andreas Czerwinski

Weiterhin wurde mit Sabine Eisentraut, Tanja Hammermeister, Sabine Goll und Sven Siefke ein Vergnügungsausschuss gebildet, der fortan für diesen Bereich verantwortlich ist. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde von Andreas Czerwinski an Dirk Fenske-Veenhof abgegeben.

Beschlossen wurde dieses unglaublich erfolgreiche Jahr mit einer diesem würdigen Weihnachtsfeier, bei der auch die neu gewonnenen Kinder nicht zu kurz kam. Der Festausschuss hatte sich nicht lumpen lassen und bot den Kids eine tolle Feier, die den tollen Teamgeist der Truppe perfekt wiederspiegelte.

Im März hatte man dann nach der langen Winterpause endlich seinen ersten Auftritt. Der verkaufsoffene Sonntag war dafür die ideale Plattform. Trotz eisiger Kälte und Minustemperaturen fanden sich 29 Spielleute ein, um den Bevensern den Frost aus den Beinen und den eigenen Fingern zu spielen.

Am 11. Mai folgte dann schließlich der erste Auftritt außerhalb der Bämser Stadttore. Es hatte sich bis nach Suhlendorf herumgesprochen, dass ein neuer Spielmannszug im Kreis verfügbar ist und so buchte man unsere Truppe für das dortige Kinderschützenfest.

 

Hier bekam man großes Lob, da wir anscheinend der einzige Zug weit und breit sind, der Umzüge nonstop mit Musik ohne Pausen begleitet.

 

Gerade bei den älteren Spielleuten wurden beim Anblick des "Schützenplatzes" Erinnerungen wach ... klein aber fein wie z.B. früher in Jastorf.

 

Und auch für die Kids wurde ausreichend gesorgt ... mit Freifahrten im Autoscooter!

Das Pfingstfest zog ohne Auftritte vorüber und so nutzte man die Zeit, um neue Kraft für das bevorstehende Bevenser Schützenfest zu sammeln. Dieses wurde am 25. Mai mit dem Schießen aller Kompanien eingeleutet, bei dem der Spielmannszug wie auch schon im Vorjahr von der Gardekompanie am "Pott & Pann" empfangen wurde, man mit fröhlicher Marschmusik dem regnerischen Wetter trotzte und gemeinsam zum Schützenhaus marschierte.

Der darauffolgende Tag wurde mit der Schützenkompanie und derem Kompanietag begangen, bei dem man viele Stationen ansteuerte und sich fröhlich auf das bevorstehende Wochenende einstimmte.

Doch die Vorfreude wurde getrübt, als in der Woche plötzlich begann, wie aus Kübbeln zu regnen. An für sich nicht schlimm, denn Hauptsache am Schützenfest-Wochenende bleibt es trocken ... dachte man! Denn der Schützenplatz liegt nun mal an der Ilmenau, die bei starken Regengüssen schon mal gerne über die Ufer tritt. Dieses Schauspiel kennt man eigentlich mehr aus der Zeit des Herbstes oder im Frühling (März/April) ... aber Ende Mai??? Das Wasser stieg und stieg und setzte das komplette Festzelt unter Wasser.

Doch der Gildevorstand behielt kühlen Kopf. In einer Blitzaktion wurde auf dem trocken gebliebenen Parkplatz der komplette Festplatz nebst neuem Festzelt errichtet. Aus der Not geboren, entstehen manchmal die besten Ideen. Dank des Hochwassers

war durch die Bestückung der einzelnen Parkstreifen eine "Enge" entstanden, die nach knapp 20 Jahren endlich wieder eine Atmosphäre entstehen ließ, die eines Schützenfestes würdig war. Sie elektrisierte und machte dieses Jahr für alle Beteiligten zu einem ganz besonderen Jahreshöhepunkt, was durch die Weitläufigkeit des zum Glück unter Wasser stehendem Festplatzes nicht mehr möglich war und ist.

Bei strahlendem Sonnenschein zum Auftakt gab es dann beim Ausmarsch zum Kirchplatz gleich das erste "Gänsehautfeeling". Für die neuen Spielleute war es das erste Schützenfest und mit der neuen Stärke schmetterte man nach dem Marsch über die Ilmenaubrücke den Schwedenmarsch, der von den angrenzenden Häuserwand wiederhallte und die Haut der Spielleute in eine hügelige Landschaft verwandelte.

Die Stimmung in unserem Zug war unglaublich: Die Neuen freuten sich über Ihre gelungene Premiere und die erste Generation war überglücklich, dass die investierte Arbeit in den Nachwuchs einen so großartigen Erfolg davontrug.

Das komplette Schützenfest überwar dieser neue Spirit in der Truppe zu spüren. Eine groß angelegte Werbeaktion zur Rekrutierung neuen Nachwuchs' sowie die Bekanntgabe der Veröffentlichung der eigenen Homepage fand große Anerkennung (748(!) Aufrufe während des Schützenfestes) und spiegelte den gesunden Ehrgeiz wieder, auf langfristiger Basis einen großen spielfreudigen Spielmannszug präsentieren zu können.

Bei herrlichem Wetter startete man in den Lustigen Sonnabend, der traditionell durch das Wecken in der Kirchenstraße mit dem Bevenser Schützenmarsch um 5:45 Uhr begann. Danach wartete auf den Zug ein Fußmarsch zur Röntgenstraße, wo die Schützenkompanie beim Unteroffizier Peter Kladde die Spielleute in Empfang nahm. Vorher jedoch gab es ein emotionales Erlebnis der besonderen Art: Der schwer erkrankte Stabsrottmeister der Alten Kompanie (SM 1981) Uwe Klippe hatte im Vorwege des Schützenfests betont, sich nichts sehnlicher zu wünschen, als noch einmal vom Bevenser Spielmannszug geweckt zu werden. So spielte man kurzerhand in der Hufelandstraße auf. Es bot sich ein Bild, was gerade die älteren Spielleuten fortan immer mit Uwe Klippe in Verbindung bringen werden. Als das obligatorische "Freut Euch des Lebens!" gespielt wurde, rannen dem sich vor Rührung schüttelnden Gardisten die Tränen über die Wangen und trieb allen Beteiligten das Wasser in die Augen. Voller Dankbarkeit verabschiedete er den Spielmannszug und wünschte allen ein schönes Schützenfest.

Ein weiterer fantastischer Tag war in der Werde mit dem Aufmarsch in der Fußgängerzone, über den Walzer auf dem Kirchplatz, die Abholung Seiner Majestät und dem im Schützenzelt stattfindenden Gildekommers. Beschlossen wurde das Fest wie immer mit dem nach dem Fahneneinmarsch zelebrierten Kneipenbummel. Am und im "Pott & Pann" am Kirchplatz feierte man und ließ den Abend im Zelt ausklingen.

Doch auch am darauffolgenden Tag erwartete den Spielmannszug im Gegensatz zum Vorjahr das volle Programm. Wo im vergangenen Jahr nur bis zum Schützenplatz gespielt wurde, war man bei diesem Kinderschützenfest für den kompletten Tag gebucht. Und so marschierte man mit 34 Spielleuten ganz stark auf, holte den noch amtierenden Kinderkönig und Spielmann Jordy Veenhof vom Schützenhaus ab.Dies bescherte dem Spielmannszug vier Spielleute weniger, denn neben Seiner Majestät war seine Schwester Joanne als Königin, der Königsvater Dirk wie auch der Königsbegleiter Alexander Gelsdorf aus gegebenem Anlass "spielfrei". Die restlichen drei Spielleute waren beruflich verhindert, jedoch schafften es bis auf Carsten Oed alle zum Fototermin. Um das Bild zu komplettieren, fanden sichzudem der Major der Bevenser Gilde Udo Fricke mit seinem Adjutanten Hauptmann Karl-Heinz Tute, der neuamtierende Schützenkönig SM Markus Beckedorf und der Ehrentambourmajor "SM 2001" Hans-Dieter Lühr ein.

Zum ersten Üben nach dem Schützenfest kam wieder eine große Anzahl neuer Jugendlicher, die sich an den Instrumenten ausbilden lassen wollten. Neue Spielleute bedeuten neu zu beschaffende Instrumente, was mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden ist. Allein für die neue Pauke wie die vierte Lyra investierte man einen vierstelligen Betrag. Und auch nun mussten neue Flöten und Trommeln bestellt werden. Da fiel dem 1. Vorsitzenden die Bevenser Totengilde (<-- hier klicken um mehr zu erfahren) ein. Dieser Traditionsverein schüttet zu seiner einmal jährlich am ersten Montag des Juli im Schützenhaus stattfindenden Jahresversammlung einen Spendenbetrag von insgesamt 1.000 € an sich bewerbende Bevenser Vereine aus. Und eben diese Bewerbung wurde eingereicht. So kam der besagte Termin am 1. Juli und da man sich montags ohnehin im Schützenhaus einfindet, verlegte man kurzerhand das Üben für einige Märsche in den vollbesetzten Schankraum und bedankte sich mit diesem Ständchen für die üppige Spende. Denn da sich kein anderer verein beworben hatte, kam die komplette Spendensumme dem Spielmannszug zu Gute.

 

Es folgte der zweite externe Auftritt dieses Jahres, bei dem man in Bavendorf aufspielte. Diesen Termin wollte man nutzen, um sich für das folgende Jahr 2014 bei den an diesem Tag geladenen Schützengilden des Landkreises Lüneburg zu empfehlen, was sehr schnell Früchte tragen sollte. So wurde man gleich für das Folgejahr wieder gebucht. Ebenso kamen die Schützengilde Dahlem und die Kirchengemeinde Thomasburg auf den Spielmannszug zu, um beim Dahlemer Schützenfest 2014 aufzuspielen und in Thomasburg bereits beim diesjährigen Laternenmarsch mit Marschmusik den Tross anzuführen.

Bevor die kälteren Tage ihren Einzug nahmen , lud der diesjährige Gewinner der Spielmannszugscheibe, Marvin Behne, die Spieltruppe zu sich in sein Elternhaus ein, um die gewonnene Scheibe anzubringen. Im Garten des Grundstücks war alles vorbereitet: Zelte, Tische, Bänke, Grillgut und Getränke ... es blieb kein Wunsch offen und so feierte man bis in die tiefen Abendstunden mit der Familie und den geladenen Gästen, von denen einer sich sogar seinen Kindheitstraum erfüllen durfte und einmal als Tambourmajor fungieren durfte.

Somit standen für dieses Jahr noch vier Termine neben der eigenen Weihnachtsfeier an. Den Anfang machte der Laternenmarsch in Thomasburg, der den Spielleuten sehr viel Spaß machte. Es wurde dem Spielmannszug deutlich zu spüren gegeben, wie sehr man ihr Erscheinen schätzte. Allein die wunderschöne Kulisse zum Abschluss an der aus Natursteinen gebauten Thomasburger Kirche mit einem großen Lagerfeuer machte großen Eindruck. So wurde gleich eine Anfrage für das Folgejahr an die Leitung des Zuges herangetragen, diesen Termin mit in den Terminkalender aufzunehmen.

 

Auch beim Königsball gab man sein Können zum Besten und gab den anwesenden Königinnen und Königen zu dieser Festlichkeit einen würdigen Rahmen.

 

Auch die Kirchen Bad Bevensens baten wieder um die Dienste des Spielmannszugs, um die Kinder beim Marsch mit ihren Laternen von der katholischen St. Josephs-Kirche zur evangelischen Dreikönigs-Kirche musikalisch zu unterstützen.

 

Am 13. Dezember war dann schon wieder Weihnachten. Der Festausschuss feierte mit den Kindern ab 16 Uhr, die Erwachsenen kamen um 18 Uhr hinzu und man speiste gemeinsam im Schanksaal des Schützenhauses.

 

Zwei Tage später war dann der Tag des Jahresabschlusses, bei dem man beim Bevenser Weihnachtsmarkt aufspielte und das Konzertprogramm wieder um einige einstudierte Weihnachtslieder erweiterte, was bei der Bevölkerung wieder viel Anerkennung brachte und das weihnachtliche Flair der Veranstaltung unterstrich. Ein würdiger Abschluss eines erfolgreichen Jahres, das mit den ersten Auswärtsterminen ein weiterer Meilenstein war.

Es gab durchaus den einen oder anderen Spielmann, der seine Bedenken hegte, eventuell doch bei dem traditionellen Schwarz-Weiß zu bleiben. Gerade den Schritt weg von den beliebten und von früher gewohnten „Schwalbennestern“ am Schulterstück, fanden einige gewagt und sorgte für Unbehagen. Das Gegenargument, dass gerade den Flötisten/-innen wie auch den Lyristen/-innen hierdurch eine große Armfreiheit ohne hochrutschen der Weste zuteil wird, überzeugte dann doch fast alle. Damit stand fest: zum Auftakt des Bevenser Schützenfestes möchte man mit neuer Uniform bekleidet und mit stolzgeschwellter Brust im Festzelt aufmarschieren!

Und auch mit der Blumenfrage wurde die Versammlung konfrontiert. Wo die Frage, welches Kraut denn nun zur roten Nelke getragen werden solle, immer wieder ein Streitthema war, stellte die Kassenwärtin Birthe Buggert-Ostermann eine ganz andere Variante vor: eine grüne Nelke! Die Begeisterung war groß und so beschließt man, sich zukünftig beim Bämser Schützenfest mit diesem einmaligen Erkennungszeichen zu präsentieren.

 

In den folgenden zwei Monaten galt es, sich auf die neue am letzten Märzwochenende beginnende Spielzeit vorzubereiten und das Repertoire noch besser einzustudieren. Die ersten beiden Auftritte des Jahres folgten dann sehr kurz hintereinander. Wo am 30.03. eine Einladung des Möbelhauses Reck im Krummer Arm wahrgenommen wurde, spielte man nur sechs Tage später zum 10-jährigen Jubiläum des Zigarettenladens von Schützenbruder Rolf Kitzelmann in der Lüneburger Straße auf. In den folgenden sechs Wochen bereitete man sich intensiv auf das bevorstehende Programm dieses Jahres vor. Immerhin standen mit den beiden vorangegangenen Auftritten 22 Termine auf dem Plan!

Am 12.05. verlegte man das montagliche Üben auf Einladung des neuen Hauptmanns der Schützenkompanie Massimo Arrighi in sein „Ristorante La Stella“, wo er den Zug mit Pizza und Getränken satt versorgte. Im Gegenzug schmetterte man einen Großteil des musikalischen Repertoires , was auch bei den übrigen Restaurant-Besuchernzu einer ausgelassenen Stimmung beitrug.

Die „Wochen der Wahrheit“ wurden am 25.05. mit einem Straßenfest in der Kirchenstraße eingeläutet. Nur vier Tage später folgte am Himmelfahrtstag in Dahlem der erste Auswärtsauftritt des Jahres. Und auch hier gab es eine Neuerung: Wo die Termine außerhalb Bad Bevensens mit den Privatautos angefahren wurden, beschloss man, zukünftig aus Sicherheitsgründen diese Auftritte mit einem gecharterten Bus zu bestreiten. Hierfür wurden Preise mit dem

Busunternehmen RBB verhandelt. Hinzu kam, dass der seit über 40 Jahren aktive Spielmann Karsten Oed als Busfahrer bei diesem Unternehmen beschäftigt war und somit ein vertrautes Gesicht hinter dem Lenkrad saß. Fortan schallte es bei jeder Fahrt (und nicht nur da) aus den Kehlen der übrigen Spielleute „Ein Hoooch auf unsern Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer…“! Und auch für die Tage, an denen Karsten verhindert war, stand eine Lösung parat. Der seit Jahren dem Spielmannszug eng verbundene Dirk „Chappi“ Czaplenski nahm dann hinter dem Lenkrad platz und brachte den Zug sicher zum Auftrittsort und wieder nach Hause.

Wieder nur zwei Tage später kam dann die erste von zwei „Doppelbelastungen“ auf die Truppe zu: Vormittags steuerte der Bus wieder Dahlem an. Hier begann nach einem kleinen Ummarsch schließlich ein „Hopping“ zu den Dörfern Harmstorf und Köstorf, welche einmal von dem Festzug durchquert wurden, um letztlich die Schützen zum Mittagsbankett zu spielen und mit donnerndem Applaus in Richtung Suhlendorf verabschiedet zu werden. Dort spielte man, wie auch schon im Vorjahr, zum Kinderschützenfest auf. Wieder wurde unser Spielmannszug herzlich empfangen und bestens versorgt. Zudem ließ man verlauten, dass man für das kommende 2015 die Bämser Truppe gerne an zwei Tagen beim hiesigen Schützenfest begrüßen würde. Nach einem langen Tag und einer anstrengenden Woche mit vier Auftritten fuhr man vollends zufrieden nach Hause und freute sich auf das nicht mehr weit entfernte heimische Schützenfest.

 

Dann kam ein unvorhergesehener Paukenschlag: Tambourmajor Andreas Czerwinski bat um seine Ablösung und begründete dies mit seiner privaten, vor allem aber mit seiner beruflichen Entwicklung, die ihm nicht mehr die Zeit bot, dieses Amt adäquat auszuführen. Guter Rat war nun teuer! Wer sollte das Erbe antreten und zukünftig die Truppe anführen? Doch der 1. Vorsitzende Andreas Hencke zauberte die Lösung herbei und gab dem Spielmannszug damit zeitgleich einen Impuls in Richtung Zukunft: Warum sollte ein altgedienter Spielmann den Stab übernehmen und nicht jemand vom Nachwuchs??? So fiel die Wahl auf Niklas Behne, der durch seine Vergangenheit als Jungschütze schon tief in der Gilde verwurzelt war. Sein Zwillingsbruder Marvin sollte sein Stellvertreter sein.

Natürlich war man, vor allem aber der neue Tambourmajor, schon ein wenig nervös. Ein phänomenaler Versprecher kam gleich beim Kompanietag, der den kompletten Zug in lautes Lachen versetzte und den neuen Frontmann vor Scham puterrot werden ließ. Zur Einkehr beim Schützenbruder Bernd Hackbarth rief er lauthals „Spielmannszug nach hinten weggetrunken!“

 

Doch so ganz allmählich stand den Spielleuten auch wegen einer anderen Sache der Schweiß auf der Stirn. Wo der Westenproduzent relativ schnell mit den Musterstücken zur Anprobe auftrumpfte, wartete man auf die Lieferung der neuen Kluft … und das Bämser Schützenfest rückte immer näher. Wo der Termin für die Präsentation der neuen Uniform lange feststand, drohte die Premiere zu platzen. Doch dann kam der erlösende Anruf: Die Westen sind abholbereit! Und so wurden alle Spielleute dann doch noch rechtzeitig mit dem neuen Outfit ausgestattet.

Dann war es soweit, der Tag des Königs war da! Und wo den letzten Zweiflern an den neuen Westen beim Treffen am Schützenhaus beim Anblick des „neuen“ Spielmannszugs endgültig die Argumente ausgingen, marschierte man mit stolzgeschwellter Brust vor der staunenden Schützengilde mit dem Bevenser Schützenmarsch im Festzelt auf und sorgte so für einen mehr als gelungenen Auftakt des bevorstehenden Festwochenendes!

Die Stimmung innerhalb der Truppe war wieder bestens und man verlebte einen sehr schönen Tag, der von schönem Wetter begleitet wurde. Bei der Proklamation wurden dann wieder Spielleute ausgezeichnet. Viel geändert hatte sich im Gegensatz zu 2013 aber nicht. Die Spielmannszugscheibe wurde erneut von Marvin Behne errungen und der Wanderpokal des jüngsten Spielmanns wird für ein weiteres Jahr das Zimmer von Fabian Bielke zieren.

Der nächste Morgen brachte den „Lustigen Samstag“ mit und der Vergnügungsausschuss hatte im Hinblick auf das an diesem Abend stattfindende Fußball-WM-Vorrundenspiels Deutschland – Ghana (2:2) zur Maskerade in Deutschlands Farben aufgerufen. Das Wetter spielte wieder mit und schon beim Anblick des Tambourmajors wurde die letzte Müdigkeit herausgelacht und man begann einen Tag, der noch viele erinnerungswürdige Momente mit sich bringen würde.

Um den neuen Stabführer ein bisschen Sicherheit an die Seite zu geben, wurde ihm der frühere Tambourmajor Hartmut Hencke zur Seite gestellt, von dem er sich schon beim morgendlichen Wecken einiges abschaute. Doch auch der alte „Haudegen“ staunte nicht schlecht über das bereits vorhandene Geschick von Niklas und so einige Male konnte er sich von dem „Grünschnabel“ eine Scheibe abschneiden (man achte auf den Stab ;-)).

Nachdem man die Schützenkompanie bei Ihrem Hauptmann am Klaubusch „abgeliefert“ hatte, folgte der erste emotionale Moment des Tages, der vor allem den „alten“ Spielmöpsen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Denn nicht unweit des erreichten

Kompanieoberhaupts liegt das Seniorenpflegeheim „CASA REHA“, in dem der Ehrentambourmajor und Vater des amtierenden 1. Vorsitzenden Heinrich Hencke gepflegt wird. So marschierte man dort auf und gab bei strahlendem Sonnenschein ein kleines Platzkonzert, was die Herzen der Heimbewohner sichtlich erfreute. Der Höhepunkt war, als sich Heinrich Hencke aus seinem Rollstuhl erhob, den Tambourstab in die Hand nahm und sowohl den „Alten Fritz“ als auch „Preußens Gloria“ dirigierte. Tränen der Rührung flossen über die Wangen der vorderen Reihen der Spielleute und es erfüllte jeden mit Stolz, auch wenn es nur für zwei Märsche war, einmal unter der Leitung des Ehrentambourmajors gespielt zu haben.

 

Nach dem Eintreffen in der Fußgängerzone und der Herstellung der originalen Spielkluft wartete das nächste Ereignis.

Der zurückgetretene Andreas Czerwinski war an diesem mit Paradetrommel mit ausmarschiert und nutzte den Aufmarsch am Ämterzentrum zur feierlichen Stabübergabe eines neuen Tambourstabes an seinen Nachfolger Niklas Behne.

Viele Unbeteiligte empörten sich nach Bekanntwerden über den Zeitpunkt (kurz vor dem Bämser Schützenfest) der Entscheidung des scheidenden Stabführers, doch trat man dem entschieden und offen entgegen. Andreas Czerwinski wusste bereits, dass er an nur einem der fünf Tage beruflich frei sein würde. Letztlich musste man sogar dankbar sein, denn wo wäre eine Feuertaufe besser als vor heimischen Publikum, im eigenen Wohnzimmer?! Wo könnte ein neuer Mann mehr Routine entwickeln, als an diesen kurz aufeinander fallenden und vor allem langen fünf Spieltagen des Bämser Schützenfestes???

Und weiter ging es und für die "alten Hasen" wartete die nächste dicke Überraschung:

Nachdem der 1. Vorsitzende Andreas Hencke beim Ämterzentrum für seine 40-jährige Mitgliedschaft (Spielmannszug und Gardekompanie) in der Gilde geehrt wurde, nahm er dies als Anlass in seiner selbstlosen Art auch die Leute auszuzeichnen, die lediglich durch die Auflösung des Spielmannszuges ihre Gildemitgliedschaft unterbrachen, aber weiterhin der "sporadischen Truppe" angehörten. Er hatte Orden besorgt, die sowohl eine 40- als auch 25-jährige Mitgliedschaft würdigten. Dass hierbei die meisten die 25 Jahre lange voll hatten und somit nachträglich geehrt wurden, störte verständlicherweise niemanden. Geehrt wurden:

 

40 Jahre und mehr: Joachim Biermann (1974), Karsten Oed (1972)

25 Jahre und mehr: Birthe Buggert-Ostermann (1988), Marco Burmester (1985), Andreas Czerwinski (1989), Sabine

Eisentraut (1978), Dirk Fenske-Veenhof (1982), Sabine Goll (1985), Tanja Hammermeister (1981), Marco

Hinrichs (1986) , Tanja Hinrichs (1985), Michael König (1989), Kerstin Möhrmann (1980), Andrea

Schaffhauser (1977), Steffen Sühnhold (1983), Ute Weise (1978)

Das nächste Gänsehauterlebnis sollte schon am Abend beim obligatorischen Fahneneinmarsch mit anschließendem Kneipenbummel warten. Nachdem die Fahnen beim Ämterzentrum einmarschiert waren und man nach kurzem Ummarsch in der Kirchenstraße im „Anno 1825“ eingekehrt war, kam der große Auftritt der „Neuen“. Der Ausbilder der Trommler Marco Burmester hatte mit den 2012 eingetretenen Nachwuchs-Trommlern Merle Hammermeister und Marvin & Niklas Behne ein Trommelsolo einstudiert, was diese nun unter lautem und ausgelassenem Jubeln schmetterten und so die Stimmung auf den Siedepunkt brachten. Unter tosendem Applaus fielen die drei nach Ihrem Auftritt den anderen Spielleuten in die Arme. Man merkte und sah, unter welchem Druck sich die drei gesetzt hatten, aber nun war die Anspannung gewichen und hatte dem Stolz Platz gemacht.

Man brachte den König in sein Domizil marschierte wieder ins Festzelt, wo trotz qualmender Fußsohlen bis tief in die Nacht getanzt und gefeiert wurde.

 

Am nächsten Tag wartete nun noch das Kinderschützenfest. Den Spielleuten waren die Strapazen und gefressenen Kilometer der vergangenen Tage deutlich anzumerken, aber auch an diesem Tag wurde wieder das volle Pensum abgeliefert.

Und wer glaubte, die Truppe würde neben dem Marschieren einen ruhigen Tag verleben, sah sich getäuscht. Die in diesem Jahr in den öffentlichen Internetkanälen beliebten „Ice-Bucket-“ oder „Cold-Water-Challenge“ machten auch um dem Spielmannszug keinen Bogen. Der frühere Spielmann und Tambourmajor Lars-Arne Viebrock hatte, nachdem seine Oldenstädter Spielleute im Bevenser Neptun-Brunnen ihrer Nominierung nachgekommen waren, seine ehemaligen Kollegen unter Androhung einer „Nicht-Ausführ-Strafe“ aufgefordert, es ihnen nachzueifern. Schnell wurden alle Kräfte mobilisiert, dies wollte man nicht auf sich sitzen lassen. Es wurde diskutiert und überlegt, wo man die Challenge absolvieren wurde. Man verständigte sich darauf, zwischen den Wassersäulen am Kirchplatz „Preußens Gloria“ zu spielen, was von vielen Schaulustigen verfolgt wurde. Als Zugabe wurde das Trommelsolo ausgepackt.

Und so war man froh, nachdem der neue Kinderkönig zum Schützenhaus gespielt wurde, wieder ein wundervolles und ereignisreiches Bevenser Schützenfest gemeistert zu haben, bei dem man mit der erzielten Leistung hochzufrieden und glücklich war!

Natürlich hatte man auch wieder Werbung betrieben, um neue Spielmöpse zu begeistern und für den Spieltrupp zu gewinnen. Und so meldeten sich wieder 14 Kinder, Jugendliche und auch eine Erwachsene, um ein Instrument zu lernen und den Zug zu verstärken.

Es ging Schlag auf Schlag! Das nächste ausgebuchte Wochenende stand an. Das Schützenfest in Bavendorf stand an und am Sonntag sogar noch ein Doppeltermin. Denn man hatte sich entschlossen ein Konzert im Kurzelt abzuhalten, was ein großer Erfolg wurde und viele Musikinteressierte anlockte. Diesem wurde das komplette musikalische Repertoire dargeboten und nach, ob der geschuldeten Hitze, schweißtreibenden knapp 90 Minuten mit großem Applaus verabschiedet.

Die Sommerpause tat allen gut und so spielte man Anfang September beim Westerweyher Heideblütenfest auf, wo man wieder die Spitze des Festzuges bildete.

 

Zwei Wochenenden später war man dann wieder im Hause Behne in der Uhlestraße zu Gast, um die von Marvin „verteidigte“ Spielmannszugscheibe anzubringen. Wieder zeigte die Familie, was für hervorragende Gastgeber sie sind und verwöhnten den Zug und die geladenen Gäste, so dass bis zur späten Stunde gefeiert wurde.

Erneut jagte ein Termin den nächsten. So war man zu einem Sternmarsch im Rahmen des Uelzener Oktoberfestes geladen und spielte vom Hammerstein- bis zum Rathausplatz. Am darauffolgenden Wochenende folgte zunächst der Laternenmarsch in Thomasburg (immer wieder ein Highlight ob des wundervollen Ambientes!) und Tags darauf führte man den Festumzug bei Bevenser Heidekartoffelfest an. Mitte Oktober spielte man anlässlich des Königsballs im Kurzelt auf. Am 11.11. war dann der Laternenmarsch von der evangelischen Dreikönigs-Kirche zur katholischen St. Josephs-Kirche und bei diesem Event durften auch die 14 neuen Spielleute zum ersten Mal beim an diesem Tag 48 (!) Spielleute starken Spielmannszug reinschnuppern und mitmarschieren.

hintere Reihe: Amelie Rogosch, Sonja Dierken, Lara-Jasmin Meyer, Svantje Dierken,

Lara-Sophie Schneider

mittlere Reihe: Helena Rogosch, Merle Dierken, Henriette Meyn, Till Dierken

vordere Reihe: Mette Marit Pipereit, Lara-Sophie Wagner, Sophie Beckedorf, Joanne Veenhof,

Timo Hinrichs

Das Thema Spenden darf auch nicht unerwähnt bleiben! In diesem Jahr veranstaltete die Sparkasse Uelzen-Dannenberg anlässlich ihres 125. Geburtstags ein Voting, bei dem in einzelnen Kategorien 125.000 € ausgeschüttet werden sollten. Das Projekt mit den meisten Klicks sollte 3.000 € Zuschuss bekommen. Und so meldete die Bevenser Schützengilde den Spielmannszug mit dem Projekt "Westenkauf" an. Es wurde von Seiten des Zuges geworben, man solle doch bitte für diese Projekt jeden Tag seine Stimme geben. Und tatsächlich ... am Ende reichte es zu Platz 4 und aufgrund der geringen Beteiligung trotz der Platzierung auch für 3.000 €, die der Gildemajor Udo Fricke mit dem Tambourmajor Niklas Behne freudestrahlend in Empfang nahm.

Und es erreichte den Spielmannszug im Dezember dann noch eine Spende. Das Blumengeschäft „Fantasie“ hatte einen Tag der offenen Tür veranstaltet, bei dem auch ein Kartoffelpuffer-Verkauf stattfand. Der Erlös aus dem diesem war von Beginn an als Zuwendung für die Bevenser Spielmöpse gedacht. Und so kam dann der Anruf mit der Bitte, einmal vorbeizuschauen und sich die Zuwendung überreichen zu lassen. Ein Aufruf dem man gerne folgte. Inhaberin Frau Heidi Zobel empfing das Vorstandsmitglied Dirk Fenske-Veenhof und übergab den Betrag.

 

Am selben Abend stand der letzte Doppeltermin an. Es stand noch die Weihnachts-

feier aus, in derem Zuge der finale Auftritt stattfand. Erstmals fand in diesem Jahr

kein eigentlicher Weihnachtsmarkt, sondern der „Bevenser Lichterglanz“ statt. Der Vorplatz der Dreikönigs-Kirche war dafür wie gemacht. Ein tolles Ambiente dem eigentlich nur der Schnee fehlte. Stattdessen regnete es an diesem 12.12. pünktlich zum Aufmarsch aus Kübeln und ließ den Auftritt buchstäblich ins Wasser fallen. So richtige Spielfreude geschweige denn weihnachtliche Stimmung mochte trotz der gespielten Weihnachtsmärsche nicht aufkommen und so „flüchtete“ man schließlich vor Nässe triefend ins Schützenhaus, um dort die gemeinsame Weihnachtsfeier abzuhalten, die nach dem gemeinsamen Essen bis in den späten Abend andauerte.

2015

 

Das neue Jahr wurde mit der Jahreshauptversammlung am 31.01.2015 eingeleitet. Es gab grundsätzliche Dinge zu besprechen, die bei Übungsabenden nicht geklärt werden konnten. Zudem musste Manuela Oed aus privaten Gründen (Umzug) ihr Amt als Kassenwart abgeben. Fortan sollte gem. Wahl Joachim "Bibo" Biermann diese Aufgabe übernehmen. Und noch ein neues Vorstandsmitglied sollte das künftige Führungsquintett komplettieren. In seiner Funktion als Tambourmajor rückte Niklas Behne mit einstimmigen Ergebnis auf den vakanten Posten, der seit dem Rücktritt Andreas Czerwinskis vakant war.

 

In den folgenden Wochen galt es (wie in jeder Winterpause) das vorhandene Repertoire zu verfeienern, aber auch neue Stücke, die seit dem Herbst des Vorjahres einstudiert wurden, zu festigen. So sollten vier neue Musikstücke die Marschliste erweitern: der "Präsentiermarsch", der "Regimentsgruß", der "Petersburger Marsch" und als Konzertstück "Highland Cathedral".

 

Doch die Premiere dieser Stücke sollte noch etwas länger auf sich warten, denn der erste Jahresauftritt fiel Wetterkapriolen zum Opfer. Aufgrund stürmischer Winde und zeitweisen Starkregens wurde das Aufspielen beim Verkaufoffenen Sonntag in der Bevenser Innenstadt seitens des Veranstalters abgesagt.

 

Um auch formal besser aufgestellt zu sein, veranstaltete man zu dem im Gegensatz zu den Vorjahren einen Exerzier-Nachmittag, der auf dem Parkplatz an den Sandschellen stattfand und den die weiblichen Spielmöpse in Form mitgebrachter Kuchen und Kaffees abrundenten.

So erreichte man schließlich den Mai, in dem man seit 2013 in Suhlendorf beim Schützenfest engagiert ist. Da man dort mit den dargebotenen Leistungen stets hochzufrieden war, bat man in diesem Jahr darum, die Dienste des Spielmannszugs an einem weiteren Tag in Anspruch nehmen zu dürfen. Da es der Terminplan zuließ, spielte man so bereits beim Königsschießen auf und spielte den Schützenverein in deren traditioneller Form vom Gasthaus in Nestau über das Feld ins benachbarte Suhlendorf. Wieder erntete man helle Begeisterung, da der Zug in gewohnter Manier ohne Pause den gesamten Marsch über am Stück musizierte, was, wie sich in den letzten Jahren herausstellte, ein Alleinstellungsmerkmal der Bevenser Spieltruppe ist.

Am darauffolgenden Wochenende wartete dann schon der erste Doppeltermin auf die Musikanten. Wie schon in den Vorjahren spielte man beim Schützenfest in Dahlem auf, wobei auf das alljährliche "Hopping" zwischen den Gemeinden Köstorf, Harmstorf und schließlich Dahlem natürlich nicht verzichtet wurde. Nachdem in jedem der Dörfer ein Ummarsch gemacht wurde, sämtliche amtierende Majestäten eingesammelt wurden und die ersten Kilometer schon in den Beinen steckten, ging es zur Mittagsstunde ging es dann nach 45-minütiger Fahrt wieder nach Suhlendorf, wo man beim Kinderschützenfest aufspielte. Wie auch schon am Vorwochenende überraschte den Tross beim Fahnenabholen ein plötzlich einsetzender Regenguss. Doch davon ließen die Spielleute sich die Laune nicht verderben. Wie jedes Jahr rockte man gemeinsam den Autoscooter.

Am folgenden Tag war man wieder in Dahlem eingeplant, wo das dortige Kinderschützenfest gefeiert wurde. Wieder war es ein schöner Tag für die musizierende Truppe. Und da am darauffolgenden Pfingstwochenende kein Termin auf dem Plan stand, stieg man in freudiger Erwartungen auf den nächsten Auftritt in Bus Richtung Heimat, denn dieser war das erste Schützenfest-Wochenende im eigenen Wohnzimmer.

Der Gildebefehl lautete, dass man die Gardekompanie am Pott & Pann abholen und in die Heidestraße zum Schießstand spielen sollte. Das Wetter war von den Temperaturen recht angenehm, doch nachdem man drei Märsche am Pott & Pann zum Besten gegeben hatte, zog eine schwarze Front am Himmel auf, die nichts Gutes verlauten ließ. Gerade rechtzeitig verlegte man in die Gastwirtschaft, wo man herzlich empfangen wurde. Nachdem man sich mit einigen Gesprächen und zwei gespielten Märschen in Laune gebracht hatte, verlegte man wieder nach draußen, wo außer dem nassen Boden nichts mehr vom Regen zu sehen war.

 

Auch in diesem Jahr wurde wieder ein Lichtpunktschießen für die Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren von Marianne Lappöhn-van der Schans organisiert, damit auch die jüngeren Spielleute ihren Wettkampf hatten. Das Wetter hielt sich, sodass noch ein kleines Konzert im Garten des Schützenhauses gespielt wurde, ehe im Schankraum bis zum Abend gefeiert wurde.

 

Am nächsten Tag stand der Kompanietag auf dem Plan, den man, wie schon in den Jahren zuvor, mit der Schützenkompanie beging. Es wurde der komplette östliche Teil Bad Bevensens "beackert". Während des Halts beim Hauptmann der Schützenkompanie Massimo Arrighi überreichte der 1. Vorsitzende Andreas Hencke dem Spielmann Karsten Oed ein Present des Spielmannszugs als Dankeschön für seine treuen Dienste als Busfahrer bei den Auftritten. Tränen der Rührung standen diesem beim anschließenden "ein Hoch auf unsern Busfahrer" in den Augen. Nach weiteren Stationen spielte man die Schützen zum Schützenhaus, wo diese ihr traditionelles Aalessen abhielten. Der Auftakt war gelungen.

 

Dann war es soweit: man traf sich am Freitagnachmittag am Schützenhaus, um mit Musik auf dem Festplatz aufzumarschieren. Und auch die neuen Spielleute waren allesamt dabei, um ihr erstes Schützenfest zu begehen. Mit dem Bevenser Schützenmarsch marschierte man traditionell ins Festzelt und wurde mit warmem Applaus von den bereits anwesenden Gildemitgliedern empfangen. Und das Schönste: wieder hatte Bämsen großes Glück und ein Schützenfest bei bestem Wetter über alle drei Tage!

Die erste Premiere gab es dann beim Aufmarsch auf dem Kirchplatz, zu dem man erstmals den Petersburger Marsch zelebrierte. Von da ging es zum Ämterzentrum in die Lindenstraße, um die Fahnen abzuholen.

Hier sollte ein weiterer Höhepunkt in die Historie geschrieben werden. Für ihre jeweilige Mithilfe beim Aufbau des neuen Spielmannszugs und beim samstäglichen Wecken im Außenbezirk der vergangenen Schützenfeste wurden die Schützenbrüder Werner Burmester und Harald Krützfeldt zu Ehrenspielleuten ernannt und

bekamen als Dank und Anerkennung einen Orden angeheftet. Dies wurde bei Zweit-genanntem bei der am Abend stattfindenden Königsproklamation nachgeholt. Zudem wurde auch der frühere Spielmann und auch beim Wiederaufbau des Zugs beteiligte Thomas Abbe-von Dühren mit einem Orden für seine Verdienste intern ausgezeichnet.

Weiter ging es zum Schützenhaus, um den scheidenden König SM Wolfgang Pomplun die Ehre zu erweisen und abzuholen. Nach dem Vorbeimarsch auf der Kurgartenwiese kam es dann zum nächsten Höhepunkt. Mehrere Spielleute hatten davon schon oftmals geträumt und nun wurde es war: mit den Lenz-Musikanten wurde zum Einmarsch in das Festzelt nicht wie üblich „Preußens Gloria“, sondern der neu eingeübte „Regimentsgruß“ geschmettert, der ein absolutes Gänsehaut-Feeling entfachte und eine Welle der Begeisterung zur Folge hatte und mit tosendem Applaus bedacht wurde!

Bei der Proklamation freute man sich dann, neue Titelträger zu küren, nachdem im vorherigen Jahr keine neuen Gesichter nach vorne gerufen wurden. Vor allem freute man sich, dass die beiden Neuzugänge Amelie (Lichtpunktschießen) und Helena (jüngster Spielmann) Rogosch gleich bei ihrem ersten Schützenfest vor die Front treten durften. Marco Burmester komplettierte das Bild als Gewinner der begehrten Spielmannszugsscheibe. Seit diesem Jahr wurden keine Sachpreise mehr für die drei besten Schützen auf diese Scheibe ausgegeben. Fortan erhält jeder der drei Erstplatzierten eine Plakette in gold, silber oder bronze, die die Uniform zieren soll.

Die siebenjährige Regentschaft der Jägerkompanie sollte dieses Jahr ein Ende finden, die Königskette wanderte in die Gardekompanie, die durch den zweiten Platz des Majors der Bevenser Gilde Udo Fricke sogar einen Doppelsieg errang. Den dritten Platz sicherte sich der Spielmann und Schütze Marco Burmester. Der neue König SM Karl-Heinz Tute sorgte zudem für ein Novum in der Geschichte der Bevenser Gilde. In seiner Eigenschaft als Adjutant verkündete er, er wolle ein König für alle sein. Und berief so denn auch einen Jäger und einen Schützen als Begleiter an seine Seite. Auch die Mannschaft der Königsfahne sollte ein Mix aus den drei Kompanien sein.

Somit war der offizielle Teil des ersten Tages vorbei, das Feiern im Festzelt fing aber erst an.

Am nächsten Morgen traf man sich zum alljährlichen Wecken um 05:30 Uhr vor dem Wurst- und Fleischwaren-Geschäft Hencke in der Kirchenstraße, wo man traditionell mit „Locke-Bevenser“ losmarschierte und was jedes Jahr auf’s neue ein elektrisierendes Kribbeln in den Körpern der Spielleute hervorruft. Wie auch schon am Vortag bot man 38 Spielleute auf. Zum ersten Mal seit der Neugründung war der Bevenser Spielmannszug, wie auch schon zu seiner ersten Spielzeit, der Königskompanie zugeteilt.

Nach dem Kompaniefrühstück im Festzelt wurde dann die „Verkleidung“ für den Aufmarsch in der Fußgängerzone zum Lustigen Samstag angelegt. Da der Auftritt beim letztjährigen Lichterglanz durch den niederprasselnden Regenguss im wahrsten Sinne ins Wasser gefallen war und nur wenig Publikum den Weg zum Weihnachtsmarkt gefunden hatten, zog man sich die Weihnachtsmützen über (und auch Tambourmajor Niklas Behne hatte wieder sein Rentier-Kostüm an!)und spielte vor dem Modehaus Kröger für die johlende Menge „Jingle Bells“. (klick auf das Foto)

 

Der weitere Tag verging rasend schnell: Kirchplatz mit Schneewalzer, Fahnen abholen am Ämterzentrum, Abholung von SM Kalle Tute am Schützenhaus und Aufmarsch im Festzelt mit den

Hier geht's zum Video

Lenzmusikanten,dem „Oldie-Zug“ des Spielmannszugs Oldenstadt und dem gemeinsamen „Preußens Gloria“. Nach dem Fahneneinmarsch ging man zum Kneipenbummel , inklusive Marsch durch Fußgängertunnel mit „Preußens Gloria“ und „Regimentsgruß“, über. Nach dem Einzug ins Pott & Pann ging es zurück zum Schützenplatz, wo der Abend mit der anschließenden Zelt-Disco einen hervorragenden Abschluss fand.

Es folgte der dritte Tag mit dem Kinderschützenfest. Die Füße schmerzten, was angesichts der marschierten knapp 54 Kilometer an allen fünf Tagen kein Wunder war. Das neue Gruppenfoto des Spielmannszugs war durch die Temperaturen zudem eine schweiß-treibende Angelegenheit. Auch dieser Tag verging wieder wie im Flug und als man die neue Kindermajestät zum Schützenhaus gespielt hatte, schaute man sich traurig an … das war’s schon wieder, die Zeit verging wieder viel zu schnell … was aber ein Indiz dafür ist, dass es wieder ein tolles Schützenfest war. Und auch das Feedback aus der Gilde und der Bevölkerung war phänomenal: Man war sich bewusst, dass man an dem großartigen Jahr 2014 gemessen werden würde, hatte es aber tatsächlich geschafft, die Latte wieder ein gutes Stückchen höher zu legen!

Lange Zeit zum Durchschnauben blieb nicht. Das Jastorfer Blasorchester lud zum 10-jährigen Bestehen und hatte Großes vor. Neben einigen typischen Stücken wie Preußens Gloria oder den York’scher Marsch wollte man ein Stück einüben, das gemeinsam von den vier Musikensembles zum großen Tagesfinale gespielt werden sollte: HIGHLAND CATHEDRAL!

Nachdem jedes Ensemble ausgewählte Stücke vorgetragen hatte und man vortrefflich mit Getränken und vielen Leckereien versorgt wurde, standen nun das Emmendorfer und Jastorfer Blasorchester, sowie unser Spielmannszug und unser Eddelstorfer Pendant nebeneinander, um bei herrlichem Sonnenschein, einer tollen Kulisse und vor dem großen Publikum das Finale einzuläuten, was bei jedem Gänsehautfeeling pur bescherte! (klick auf das Foto)

Im Vergleich zu den Vorjahren meldeten sich dieses Mal nicht so viele neue Spielleute, um an einem Instrument ausgebildet zu werden. Doch das kam den Ausbildern nicht ungelegen. So hatte man mehr Zeit, das Klangbild des gesamten Zuges qualitativ zu verbessern. Generell hatte man mit nun- mehr knapp 50 Spielleuten eine beständige Mitgliederzahl, die auch bei dem einen oder anderen Austritt gehalten werden konnte.

Nur eine Woche war vergangen, da wartete schon das nächste Highlight: Der Spielmannszug war zum Schützenfest nach Salzgitter/Lesse geladen worden und wurde von Seiner Majestät Kalle Tute persönlich begleitet. Die lange Fahrt

wurde gut überbrückt und so marschierte man zu seinem ersten überregionalen Auftritt seit fast zwei Jahrzehnten auf und hinterließ einen großartigen Eindruck.

Am Wochenende darauf stand das Bavendorfer Schützenfest an. Es glich einer Hitzeschlacht und um es wenigstens einigermaßen erträglich zu machen, entledigte man sich kurzerhand der Weste und marschierte nur im weißen Hemd … und doch kam der Schweiß aus allen Poren und man war froh über jede sich darbietende Abkühlung.

 

Die letzten Wochen waren sehr anstrengend und jeder freute sich auf die bevorstehende Sommerpause, die aber, auch durch interne Termine, in diesem Jahr mit lediglich knapp vier Wochen sehr kurz war. Vorher hatte sich der Vergnügungsausschuss etwas ausgedacht. Anstatt der Weihnachtsfeier wollte man in diesem Jahr ein Sommerfest veranstalten. Motto: BEACHPARTY. Es war vor allem für die Kids ein toller und vor allem nasser Tag. Die erwachsenen Spielleute wurden in Hinterhalte gelockt und mit eiskaltem Wasser übergossen, Andreas hatte sein Keyboard und Musik mitgebracht, Bernd stand am Grill und drehte die Würschte um und alle hatten bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen riesigen Spaß … und hoffentlich Wechselklamotten dabei! Später sangen die jungen und älteren Spielleute dann noch gemeinsam Karaoke und ließen zu Partyliedern den Abend langsam ausklingen. Alles in allem ein Riesenerfolg!!!

Nach der Sommerpause ging es sofort wieder in die Vollen. Am 21. August hatte der 2. Vorsitzende Marco Burmester als diesjähriger Gewinner der Spielmannszugscheibe zu sich nach Hause geladen, um diese nun anzubringen. Wieder war der Wettergott gnädig und versorgte die Truppe mit herrlichem Sommerwetter, das zum Draußensitzen einlud.

Tagsdrauf wartete aber auch schon die nächste interne Feier. Beckenspieler Bernd Abbe und seine Frau Petra hatten beide in diesem Jahr ihren 50. und so feierten sie in der Summe ihren gemeinsam 100. Geburtstag, bei dem der Spielmannszug natürlich nicht fehlen durfte und auch sein Ständchen brachte. Von der anschließenden Feier wussten dann einige nicht mehr viel zu berichten … temporärer Gedächtnisverlust!

Es folgte eine Doppel-Premiere, denn am 28. August spielte die Truppe erstmals beim Stöckener Schützenfest auf. Zudem nahm unser Backup und Zwillingsbruder unseres Tambourmajors Marvin Behne erstmals den Stab in die Hand und führte „seinen“ Spieltruppe … ein äußerst vielversprechendes Debüt! Die Einladung zu diesem Event kam vom dortigen Schützenkönig, der auch in der Bevenser Gilde aus der Jägerkompanie bekannt ist und seinen dortigen Triumph vier Jahre vorher feierte: SM 2010 Peter Johns.

Einmal mehr übergoss man den Spielmannszug mit Lobeshymnen und vor allem die Tatsache, dass man auch bei längeren Marschwegen (hier von Stöcken zum Oetzer Schützenhaus) ein Musikstück nach dem nächsten erklingen lässt, brachte die sofortige Einladung für 2016 mit sich.

Wieder verging nur eine Woche und man bildete, wie schon seit 2013, den Kopf des Festumzugs des Westerweyher Heideblütenfestes. Wieder säumten viele 100 Schaulustige die Straßen des Uelzener Stadtteils und begleiteten den Festzug zum Festplatz.

Das nächste Wochenende war dann wieder eine Besonderheit, die selbst für die „alten“ Spielmöpse eine völlig neue Erfahrung war. Nach langem Werben seitens des Veranstalters und vielen Diskussionen innerhalb des Spielmannszugs, ob man der Einladung folgen sollte, stand die „Schlacht der Spielmannszüge“ in der Uelzener Innenstadt auf dem Plan. Diese Veranstaltung wurde von einem großen Publikum begleitet, ist allerdings ob des Namens auch mit kritischen Kritiken behaftet. Die Tatsache, dass es sich bei den einzelnen Musikensembles größtenteils um alles andere als Spielmannszüge handelt, hat bei Pendants unseres Bämser Zuges zu boykottähnlichen Reaktionen geführt. Klar aber war: der Spaß steht im Vordergrund und dass die Bevenser der einzige Spielmannszug bei dieser „Schlacht“ waren, störte nicht sonderlich.

Wo das erste „Battle“ gegen die Gastgeber der „Käpt’n Kümos Marching Band“ vom entscheidenden Senior Drum Major Guinness Adria als knapp verloren gewertet wurde, steckte man kurzerhand die Köpfe zusammen, worauf es denn ankommt. Es wurde eine Strategie entwickelt, die sich bei den noch folgenden beiden Battles als unschlagbar erweisen sollte. Als bei der auf dem Uelzener Rathausplatz ebenfalls von großem Publikum gesäumten Finalzusammenkunft der Bevenser Spielmannszug als die Sieger der diesjährigen Schlacht ausgerufen wurden, kannte der Jubel keine Grenzen! WE ARE THE CHAMPIONS!!!

Am letzten September-Wochenende wartete noch einmal ein Doppelauftritt auf die Spielmöpse. Wie schon in den vorangegangen zwei Jahren begleitete man den Laternenmarsch in Thomasburg, der wie immer vom Sportplatz zur Dorfkirche führte, wo mit der schönen Gebäudefassadeaus Natursteinen im Schein eines großen prasselnden Lagerfeuers wieder ein wunderschönes Ambiente wartete. Nach einem kleinen Platzkonzert verabschiedete man sich mit „Muss i denn…“ und trat die Heimreise an, denn am nächsten Tag stand der nächste Auftritt auf dem Plan.

Es sollte ein sehr emotionaler Auftritt werden, denn für Tambourmajor Niklas und sein Bruder Marvin Behne sollte es der vorläufig letzte Auftritt werden, da für sie noch am selben Abend eine halbjährige Studienreise nach Australien beginnen sollte. Vor dem Abmarsch am Schützenhaus ergriff Niklas denn auch das Wort und wünschte sich und seinem Bruder einen tollen Ummarsch und somit einen würdigen Abschiedsrahmen. Tränen standen in ihren Augen und man sah, wie schwer ihnen der Abschied fiel. Nach dem Umzug, der wieder von der Lindenstraße quer durch die Stadt bis zum Schützenplatz führte, konnte die Truppe zunächst einmal verschnaufen. Nach einem Platzkonzert auf dem Kirchplatz marschierte man dann abermals zum Schützenplatz, wo man den beiden (temporär) scheidenden Spielleuten noch ein Ständchen brachte und sie danach unter gehörigem Tränenfluss verabschiedete. MACHT’S GUT JUNGS UND HABT EINE TOLLE ZEIT!!!

Der Oktober verlief in diesem Jahr sehr ruhig, nicht ein Auftritt stand auf dem Terminkalender. Dafür folgten im November gleich wieder zwei Termine aufeinander. Zuerst stand wie jedes Jahr der Bevenser Königsball im Kurzelt auf dem Programm (07.11.), bei dem man den Empfang mit Marschmusik untermalte. Beim anschließenden Ball nahm der Spielmannszug dann auch mit einer würdigen Stärke teil: 20 Spielmöpse feierten mit!

Am darauffolgenden Mittwoch, dem Martins-Tag (11.11.), spielte der Spielmannszug dann wie auch schon in den Vorjahren den Laternenmarsch der Bevenser Kirchengemeinde. In diesem Jahr ging es nach einem Gottesdienst in der St.Josephs-Kirche in der Medinger Straße zur Dreikönigs-Kirche, wo man nach einem kleinen Platzkonzert im Anschluss im Gemeindehaus noch anständig verköstigt wurde. An diesem Abend kamen auch die neuen Jacken zum ersten Mal zum Einsatz und die man voller Stolz präsentierte.

 

Aus einer Idde des Beckenspielers Bernd Abbe, der sich auf einer Fernfahrt eine solche Jacke machen ließ und diese nach der Jahreshauptversammlung 2015 vorführte, entstand dieses neue Erkennungszeichen. Das Wappen ist kunstvoll gestickt und ein absoluter Hingucker! Von nun an wird man besser gegen Wind und Wetter gewappnet sein, jedoch werden die grellgrünen Windjacken deshalb nicht eingemottet ... sie werden an den wärmeren Tagen sicher noch häufig zum Einsatz kommen!

In den vier Wochen bis zum letzten Auftritt des Spieljahres hatte man genügend Zeit, das Weihnachtslieder-Repertoire zu entstauben und wieder gängig zu machen. Nach dem im Vorjahr dieser Auftritt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen war hoffte man dieses Mal auf besseres Wetter.

Dann war es soweit und der letzte Auftritt des Jahres wollte bestritten werden: der Auftakt zum Bevenser Lichterglanz.

Ernüchterung jedoch, als man sich in der Fahrzeughalle des Taxiunternehmens „1010“ in der Lüneburger Straße traf: es gosswieder wie aus Eimern und sogar kleine Hagelkörner hatten sich noch dazu gemischt. Pünktlich zum Abmarsch drehte dann aber jemand den Hahn zu und man blieb trocken. Nach den Eröffnungsreden folgte dann das Platzkonzert mit den sechs eingeübten Weihnachtsmärschen. Mit dem Abriss des abschließenden „Torgauer Marsch“ glitt dann symbolisch die Flöte aus den Fingern des 1. Vorsitzenden Andreas Hencke und fiel zu Boden. Das war’s! Wieder hatte man mit 2015 ein kniffliges Jahr vor sich, in dem man die Leistung der Vorjahre bestätigen musste, was mit Bravour gelang!!!

2016

 

Das Spieljahr wurde mit der Jahreshauptversammlung eingeläutet. Hier gab es einen Ausblick auf das Jahr, dass mit einigen Highlights gespickt zu sein schien. Heraus ragten hier natürlich das Schützenfest in Bremen/Stuhr und allen voran das Schützenfest in Hannover, dass vom Adjutanten Hptm. K.-H. Tute in die Wege geleitet wurde. Eine geplante Videoschaltung zu den beiden sich in Australien befindenden Mitgliedern Niklas und Marvin Behne konnte leider nicht realisiert werden. So schickte man einen Videogruß via WhatsApp.

Erstes Schmankerl für die feierlustige Truppe war das erstmals organisierte Faschings-Üben, bei dem man alle möglichen Verkleidungen bestaunen konnte. Ob Karatekämpfer, Indianer, Freiheitsstatue, Tiger, Pirat, Zauberer oder Mexikaner… es ging in alle erdenklichen Richtungen. Und sogar prominenter Besuch gab sein Stell-Dich-ein, als Udo Lindenberg plötzlich den Übungsraum mit seinen beiden Mädels im Arm betrat. Und auch zwei andere Gestalten (aus der Mitte der 90er), die von den Jüngeren mit fragenden Blicken bedacht wurden schauten rein: Party on Wayne und Party on Garth (Wayne’s World)!

Als erster Auftritt des Jahres bot wie in den Vorjahren der Verkaufsoffene Sonntag am 20. März die Möglichkeit, endlich wieder sein Können einem Publikum darbieten zu können. Gut gelaunt zog man durch die Bevenser Innenstadt und bot den Zuhörern ein Schmankerl zum Einkaufsbummel.

 

Es folgte etwas, was es in dieser Form wohl noch nie für den Bevenser Spielmannszug gab. Die BBM hatte sich für das diesjährige Heide-Kartoffelfest in Bad Bevensen ausgedacht, ein kleines Kreis-Spielmannszug-Treffen zu inszenieren. Der neue Kreismusikleiter Michael Scheck hatte bei der ersten Kreisspielführer-Sitzung des Jahres mit den anderen Leitern der kreisansässigen Züge für das abschließende gemeinschaftliche Konzert Märsche festgelegt. Hierzu gehörte auch der Fehrbelliner Reitermarsch, der bislang nicht zum Repertoire des Bevenser Spielmannszugs gehörte. Um ein tolles Klangbild abzugeben, wurde ein gemeinschaftliches Üben arrangiert. Und so fanden sich am 12.04. Teile des gastgebenden Fanfarenzugs aus Jelmstorf und der anderen Züge ein, um die Stücke gemeinsam zu proben. Es war ein toller Abend und man beschloss, dies in naher Zukunft zu wiederholen.

Am darauffolgenden Samstag lud der 2. Vorsitzende Marco Burmester zu seinem 40. Geburtstag ein. Mit knapp 20 Mann marschierte man beim Gasthaus Schröder in Emmendorf auf und brachte dem Jubilar ein Geburtstagsständchen. Anschließend wurde natürlich kräftig bei leckerem Rhabarber-Schnaps, kurz genannt „RABATZE“, angestoßen und man feierte noch viele Stunden ausgelassen das Geburtstagskind, für das sich der Vergnügungsausschuss eine ganz besondere Überraschung in Kuchenform einfallen ließ.

 

Es begann die erste heiße Phase der laufenden Spielzeit, in der sich sechs Termine in nur zwei Wochen wiederfanden. Den Auftakt gab der zweijährlich stattfindende Gewerbetreff im Industriegebiet „Am Fliegenberg“. Eine großartige Veranstaltung, die jedoch enorm unter dem schlechten Wetter litt. Mit dem Aufmarsch der Spielmöpse kam plötzlich ein starker Schneeschauer,

Es folgte das erste große Highlight des Jahres! Der ehemalige Spielmann (und Bruder von Beckenspieler Bernd) Thomas Abbe hatte es eingefädelt. 20 gut gelaunte Spielleute machten sich auf den Weg nach Bremen/Stuhr, um sich dort beim Schützenfest auch überregional zur Schau zu stellen. Zunächst ging es zu Thomas nach Hause, um sich nach der weiten Anreise zu stärken. Natürlich durfte auch ein kleines Gartenkonzert nicht fehlen, was die umliegenden Nachbarn neugierig in ihre Gärten lockte. Dann ging es zum Schützenfest und auch hier hinterließ man einen bleibenden Eindruck. Die Schützengilde war hellauf begeistert. Es ist anscheinend wirklich eine Eigenart von uns, einen Marsch nach dem nächsten zu spielen, wo andere Züge nur ein, zwei Stücke spielen, um dann die nächsten 3-4 Minuten mit

der die Truppe fast dazu animierte, die Kiste mit den Weihnachtsmärschen rauszuholen :-) Davon ließ man sich die Laune aber nicht verderben. Auch der Himmel ließ sich davon anstecken und zeigte ab und an auch mal seine blaue Seite und den einen oder anderen Sonnenstrahl.

Begleitschlag zu überbrücken … für die Bämser Spielmopstruppe undenkbar!!! (Musik ist unser Hobby … und unsere Leidenschaft!)

Den absoluten Höhepunkt bildete dann ein Schauspiel, das selbst auf der Facebook-Seite des Spielmannszugs für ordentliche Frequentierung sorgte (Stichtag 14.06.2017: 6.670 Aufrufe!): Man kaperte das hiesige Kinderkarussell mit der kompletten Truppe und schmetterte sowohl Preußens Gloria als auch das Trompetenecho, was bei den umstehenden Zuhörern rhythmisches Klatschen hervorrief. Es stand nun eigentlich schon fest … eine Einladung für das kommende Jahr würde kommen!

Der nächste Auftritt war interner Natur: Schriftführer Dirk Fenske-Veenhof lud den Zug zu seiner Feier anlässlich seines 40. Geburtstags ein; zwar mit einjähriger Verspätung, aber er schlug gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: es wurde der 40. Gefeiert und um Mitternacht konnte er zusätzlich die Glückwunsche für sein neues Lebensjahr in Empfang nehmen. Und auch hier überlegte man sich ein einzigartiges Geschenk, von dem der bekennende Hefeweizen-Fan noch lange etwas haben sollte! Leider konnten die meisten Zugmitglieder nicht so lange bleiben, schließlich wartete nur wenige Stunden später (um 9 Uhr war schon wieder Treffen) die Schützengemeinschaft Dahlem/Köstorf/Harmstorf auf die musikalische Begleitung ihres jährlich an Christi Himmelfahrt beginnenden Schützenfestes, das traditionell das „Hopping“ zwischen allen drei Dörfern mit inbegriff.

Nur zwei Tage später (07.05.) stand dann wieder der Doppelauftritt zunächst in der vorgenannten Schützengemeinschaft und anschließend beim Kinderschützenfest in Suhlendorf auf dem Plan. Unter Zeitdruck machte man sich in dessen Richtung auf. Da aber auf dem Weg zum Frühstück der Schützengemeinde in keinem der drei Dörfer Essbares gereicht wird, hing der Truppe der Magen in den Knien … und damit marschiert es sich ganz schlecht! Kurzerhand legte man einen Zwischenstopp in Dahlenburg ein. Mit einem Überfallkommando (es fehlten wirklich nur noch die Sturmhauben) stürmte eine Gruppe von Spielleuten in den hiesigen Supermarkt, um ihn zu plündern und die „hungrigen Mäuler zu stopfen“. Glücklich und mit prallgefüllten Wangen machte sich der Tross schmatzend auf den Weg nach Suhlendorf, wo nach dem Ummarsch durch die Gemeinde zum Festplatz natürlich die gemeinsame Autoscooter-Fahrt nicht fehlen durfte. Nach einem langen Tag trat der Zug dann müde den Weg in die Heimat an. Die erste Etappe des Tourkalenders war erledigt … nun wartete das Bämser Schützenfest!

Den Auftakt machte am 21.05.2016 traditionell das Abholen der Gardekompanie vom Pott & Pann zum Kompanieschießen der Bevenser Gilde. Von hier ging es zum Schützenhaus, wo u.a. auch die Preise für den Spielmannszug ausgeschossen wurden. Am darauffolgenden Tag begleitete man wieder die Schützen bei ihrem Kompanietag. Wo im vergangenen Jahr noch der östliche Teil Bevensens musikalisch verwöhnt wurde, ging die Marschroute dieses Mal über den westlichen Teil. Zunächst lud Hasso Schulz die Schützen zu sich in die Sasendorfer Straße, von wo man nur einen Steinwurf weiter zum Mittagessen zu Roland Zander in die Jahnstraße marschierte. Weiter ging es in die Uhlestraße zu Rainer Behne, von wo aus man die Kompanie schließlich zum traditionellen Aal-Essen ins Schützenhaus spielte, womit das erste Schützenfest-Wochenende sein Ende fand.

Dann endlich war Freitag und der offizielle Teil der Bämser Schützensause 2016 begann. Nach dem üblichen Prozedere mit Aufmarsch auf dem Kirchplatz und Abholen der Fahnen am Ämterzentrum, marschierte der Festzug zum Schützenhaus, um die noch amtierende Majestät Karl-Heinz Tute abzuholen. Mit Spannung wartete man auf die Proklamation und als der Name der neuen Majestät erklang, brach riesiger Jubel aus. Wo der scheidende König noch die Majestät für alle Kompanien war, hatte man nun wohl einen „Spielmannszug-König“, denn SM 2016 war kein geringerer als Rainer Behne, seines Zeichens Vater der Spielmöpse Laura, Niklas und Marvin, wo in den vergangenen Jahren ja schon des Öfteren Feten durch das Gewinnen der Spielmannszugscheibe gefeiert wurden. Somit stand fest, dass die Kinderkönigsscheibe von Tambourmajor Niklas aus dem Jahre 2009 den großen Bruder bald neben sich begrüßen und die Hausfassade zukünftig nicht mehr alleine zieren würde.

Und weil, nachdem Marvin die Spielmannszugscheibe schon zweimal holte, auch Niklas noch einen Schmuck für sein Zimmer brauchte, gewann er diese und machte damit das Familienglück für diesen Tag perfekt.

Besetzung anders als in den Vorjahren. Dieses Jahr hatte die Truppe sogar eine Chauffeurin! Katrin Eggers, selber früher Spielmops und seit dem Wiederaufbau des Spielmannszugs oft auch bei auswertigen Auftritten mit der ganzen Familie vor Ort, stellte sich samt Van zur Verfügung und sorgte so für einen reibungslosen Ablauf, der, auf Einladung von Sandra, im gemeinsamen Frühstück im Heidestern endete, bevor man in der Röntgenstraße bei Peter Kladde zum restlichen Zug stieß, der in der Zwischenzeit die Innenstadt aus den Federn holte. Für den

Das Lichtpunktschießen für die unter 16-jährigen konnte in diesem Jahr wieder Amelie Rogosch für sich entscheiden, während ihre kleine Schwester Helena ebenfalls die Jüngste des Spielmannszugs blieb.

 

Der Lustige Sonnabend war angebrochen und noch bevor der Zug sich traf, war schon eine vierköpfige Truppe aufgebrochen, um wie jedes Jahr den Außenbezirk zu wecken. Mit dabei war auch das Geburtstagskind Sandra Arrighi, die ihren 40. Ehrentag beging und im Schützenfest einen schönen Rahmen als Begleiterscheinung vorfand. Doch in diesem Jahr war nicht nur die

heutigen Tag marschierte der Zug mit bunten Socken auf und gab so einen unterhalb der Gürtellinie farbenfrohen Anblick.

Nach dem Marsch zum Festzelt und dem anschließenden Frühstück ging es traditionell in die Fußgängerzone, wo man sich unter die Bevölkerung mischte und gemeinsam im Plausch das ein oder andere Getränk zu sich nahm. Es folgte ein Platzkonzert vor der Bäckerei Narr in der Lüneburger Straße. Und hierhatte man wieder für die älteren Spielleute ein freudiges Erlebnis. Unter den Zuhörern befand sich u.a. der frühere Paradetrommler Ulrich

Bade, der in den 80er-Jahren fast alle damaligen neuen Trommler ausbildete. Er konnte dazu überredet werden, allein die Ami-Locke und anschließend mit dem Zug den Sternenbanner-Marsch zu spielen, was alte Zeiten in den Köpfen aufleben ließ.

 

Nachdem man auf dem Kirchplatz aufmarschiert war und die Lenz-Musikanten zum inzwischen jährlichen Schneewalzer aufforderten, formierte sich die Schilderwache, um von einer vierköpfigen Abordnung des Spielmannszugs zum Schützenhaus gespielt zu werden. Und auch hier gab es eine Neuerung: um Erfahrung zu sammeln, bestand der Trupp dieses Mal nicht aus vier gestandenen Spielleuten, die sich am Pott & Pann wieder in den Zug eingliedern, sondern aus zwei erfahrenen und zwei jungen Spielmöpsen, die die Schützen zum Zwischenstopp bei Jürgen „Schrubber“ Besenthal spielten. Hier genoss man zunächst die Sonne, sang und lachte und vergaß komplett die Zeit, ehe das Handy klingelte und eine aufgeregte Stimme am anderen Ende fragte, wo man denn bliebe?! Man machte sich schnell auf und sah, in der Straße An der Aue angekommen, bereits die Mitte des Festzugs. Wie sollte man die Schilderwache jetzt noch rechtzeitig zum Schützenhaus bekommen? Da fuhr ein fremdes Auto die Bergstraße runter, direkt auf die schockierte Abordnung zu, welches prompt angehalten wurde. Nachdem man dem Fahrer erklärte, um welchen Notfall es sich handele, nahm dieser die beiden für die Schilderwache vorgesehenen Schützenbrüder mit und brachte sie gerade noch rechtzeitig zum Schützenhaus, während sich der Spieltrupp mit „Schrubber“ bei der Gardekompanie mit einordneten.

 

Der Fahneneinmarsch mit anschließendem Kneipenbesuch bei „Mückes Pub“ in der Passage rundete den Marschtag bei großartiger ausgelassener Stimmung ab, die bei der darauf folgenden Zeltparty noch anstieg und bis tief in die Nacht andauerte.

Das Kinderschützenfest am Sonntag war ein grandioser Erfolg für den neuen Verantwortlichen und ehemaligen Tambourmajor Andreas Czerwinski, der mit seinem Team mit viel Elan und in akribischer Arbeit im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel gerührt hatte und im Verbund mit der Jugendfeuerwehr der großen Kinderschar eine Vielfalt an Freizeitgestaltungen darbot, die in den folgenden Jahren hoffentlich viele Früchte trägt. Bei der Proklamation gab es dann wieder Anlass zur Freude. Der neue Kinderkönig Henning Besenthal wählte Henriette Meyn aus den Reihen des Spielmannszugs zu seiner Königin. So ging wieder ein schönes und für die Gilde erfolgreiches Schützenfest zu ende. Selbstverständlich wurde auch ein neues Zugfoto geschossen.

vordere Reihe: Lisa Milnikel, Mette Pipereit, Maxi Bussler, Jule Grabowski, Anna Eckert, Sofie Gelsdorf, Henriette Meyn, Joanne Veenhof,

Amelie Rogosch

mittlere Reihe: Steffen Sühnhold, Charleen Czerwinski, Tessa Pili, Lee-Ann Czerwinski, Lara Gerstenkorn, Lara Meyer

hintere Reihe versetzt: Sven Siefke, Andrea Schaffhauser, Bernd Abbe, Sabine Pomplun, Sandra Arrighi, Marvin Behne, Kerstin Möhrmann,

Tanja Hinrichs, Birthe Buggert-Ostermann, Michael König, Sabine Goll, Alex Gelsdorf, Tanja Döhring

außen stehend von links: Marco Burmester, Dirk Fenske-Veenhof, Joachim Biermann, Andreas Hencke, Niklas Behne

Die letzten Wochen hatten es in sich und waren kräfteraubend, doch bis zur wohlverdienten Sommerpause war noch ein Monat mit Herausforderungen zu bestehen.

Zunächst bekam man Besuch aus Jelmstorf vom Fanfarenzug, um mit ihnen noch einmal den Fehrbelliner Reitermarsch zu proben. Bei bestem Wetter stellte man sich im Garten des Schützenhauses auf und hatte viel Spaß am gemeinsamen Musikstück.

Das Sommerfest fiel dieses Jahr etwas schlichter aus. Man hatte sich darauf verständigt, dieses Jahr kein Motto zu machen. Mit den Kids wollte der Vergnügungsausschuss eigentlich auf die Minigolf-Bahn. Leider zeigte das Wetter seine unschöne Seite und es begann in Strömen zu regnen. So beschränkte man sich auf die Räumlichkeiten des Schützenhauses und spielte „Tabu“, wobei man unter lautem Gelächter die verschiedensten Begriffe versuchte zu umschreiben. Dem (dann bei trockenen Bedingungen) anschließenden gemeinsamen Grillen folgte ein fröhlicher Klönschnack über vergangene Zeiten und zukünftige Projekte.

 

Am darauffolgenden Samstag (02.07.16) war man wieder beim Schützenfest in Bavendorf zu Gast. Es herrschte unerträgliche Hitze und es wurde festgelegt, ohne Westen aufzumarschieren, um der Gefahr des Kollabierens präventiv entgegenzuwirken. Nichtsdestotrotz war der Zug so gut gelaunt, dass Tambourmajor Niklas Behne auch einmal ein paar mahnende Worte auf der Heimfahrt sprechen musste, weil ihm das Auftreten nicht gefallen hatte. Dies wird der Punkt gewesen sein, wo allen unmissverständlich klar wurde, dass man nicht nur einen stabschwingenden Tambourmajor hat, sondern, trotz seines jungen Alters, einen durchsetzungsstarken Anführer, der die Truppe auch an ihre Pflichten erinnert! Jetzt war er endgültig zum angesehen Leader gereift!

Schließlich wartete am nächsten Tag das Filetstück des Jahres: der Hannoveraner Schützenausmarsch!!!

Unter der Federführung von Adjutant Karl-Heinz Tute vereinten sich die Schützengilden aus Bad Bevensen, Ebstorf und Bienenbüttel zu einem gewaltigen Zug von knapp 250 Mitgliedern, wobei jeder seinen eigenen Spielmannszug mitbrachte. Natürlich hatte der Spielmannszug für sich einen eigenen Bus gechartert, der von Busfahrer „Chappi“ gelenkt wurde. Dieser feierte an diesem seinen 49. Geburtstag und bekam erstmal ein fröhliches Hoch und Glückwünsche von allen Seiten.

An der Tankstelle in Breitenhees vereinigte sich der Tross der drei Gilden und man startete in Richtung Hannover. Dort angekommen erwartete die Gemeinschaft erstmal ein großes Problem. Lediglich in einem Gebäude gab es Toiletten und es bildete sich eine extrem lange Schlange, dass man Angst haben musste, den Ausmarsch zu verpassen. Dann ging es los, johlend winkende Menschenmassen an den Straßen machten diesen Umzug zu einem Event mit Gänsehautfeeling! Trotz der langsam aufkommenden Wärme hielt man sich prächtig und spielte den langen Marsch von Beginn an bis zum zugewiesenen Schützenzelt auf dem Festplatz durch… und hatte gewaltiges Glück! Denn mit Eintreffen im Zelt und dem Ablegen der Instrumente öffnete der Himmel seine Schleusen und ließ gewaltige Wassermassen niederprasseln. Die armen Züge, die hinter ihnen gestartet waren und wie begossene Pudel, aber trotzdem bestens gelaunt nach und nach auf dem Festplatz eintrafen.

 

Zum Abschluss gab es dann noch ein gemeinsames Konzert der drei Spielmannszüge, ehe man den Heimweg antrat und zu den Bussen marschierte. Auf diesem Weg mischte sich eine bunte Truppe aus den drei Gilden und ließ, unter Anklingen des einen oder anderen Marsches die Stimmung nochmal hochkochen. So auch beim Zwischenstopp auf dem Rasthof in Celle, als der Spielmannszug mit ein paar Stimmungsliedern und seinem Trommelsolo die versammelte Menge pushte. Im Bus des Spielmannszugs war die Stimmung riesig und Einheizer Vinzent Pomplun animierte ein ums andere Mal die feiernde Meute mitzusingen:

Der Zug spaltete sich in Gruppen, Eltern und Spielleute erklärten sich bereit, auf die Kinder und Jugendlichen des Spielmannszugs acht zu geben, die ihren Spaß beim Karussellfahren hatten und ob der Vielfalt an Fahrgeschäften mit großen leuchtenden Augen über den Festplatz wanderten. Ob die gemeinsame Fahrt des Zugs in der Raupe, in einzelnen Gruppen das kühle Nass der Wildwasserbahn genießen oder einfach mal ein wenig verschnaufen … Langeweile kam zu keinem Zeitpunkt auf und die Zeit flog nur so dahin.

„Wir wollen Schützenfest feiern, jedes Jahr drei Tage lang, Schützenfest feiern…“! Ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten. Warum vergehen solche Tage immer am schnellsten?

Kinderkönigsscheibe von 2009, um den großen Bruder anzubringen. Die anschließende bis in die Nacht dauernde Feier im Garten suchte wieder einmal seinesgleichen. Man muss eben die Feste feiern, wie sie fallen!

 

Am folgenden Montag fand man sich bei bestem Wetter im Garten des Bevenser Schützenhauses ein, um anlässlich des in zwei Wochen stattfindenden Straßenfestes in der Kirchstraße gemeinsam mit dem dort auch engagierten Jastorfer Blasorchester zu proben.

Zwischen diesen Terminen war noch das Schützenfest der Stöckener Kyffhäuser-Kameradschaft zu bewältigen. Nach einem kleinen Ummarsch ging es per Bus nach Bienenbüttel, wo die amtierende Majestät zum Umtrunk lud, ehe es ins Oetzener Schützenhaus zum reich gedeckten Frühstück ging. Wieder am Stöckener Schießstand angekommen, trat man die Heimreise an. Nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt…

Das Ende dieses Tages war gleichbedeutend mit dem Abschluss der ersten Jahreshälfte und der bevorstehenden Sommerpause, in der erstmal Kraft getankt werden musste. Nach sechs Wochen schweigender Instrumente traf man sich (wie fast jedes Jahr) am 12.08.2016 auf der Westseite des Bevenser Bahnhofs, um wieder den bereits eingelaufenen Weg in Uhlestraße zur Familie Behne zu marschieren. Hier war zum Anbringen der Spielmannszugscheibe als auch der Königsscheibe SM 2016 Rainer Behne eingeladen. Mit Hubbühne ging es für Major Udo Fricke und den scheidenden Bürgermeister Martin Feller hinauf zur

Und dieser war (wie schon erwähnt) das Straßenfest der Kirchenstraße im Herzen Bad Bevensens. Strahlend blauer Himmel und praller Sonnenschein ließ die Veranstaltung am 28.08.2016 zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden. Sowohl der Bevenser Spielmannszug als auch das Jastorfer Blasorchester waren für die musikalische Untermalung verantwortlich. Höhepunkt war hier das gemeinsam geprobte Stück „Highlands Cathedral“, das sowohl bei den Spielleuten als auch den Zuhörern für Gänsehautatmosphäre und die ein oder andere Träne der Ergriffenheit sorgte.

Nur einen Tag später kam das nächste Highlight, jedoch nahm diesen Termin nur der 1. Vorsitzende Andreas Hencke wahr. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich Annedore und Dirk Quambusch mit Schriftführer Dirk Fenske-Veenhof in Verbindung gesetzt, man habe den von Albert Krützfeld (Mitgründer des Spielmannszugs, s. 1952-1966) allerersten und handgefertigten Tambourstab gefunden und bislang als Dekoration im Wohnzimmer stehen. Jedoch würde man ihn gerne wieder in die Hände des Bevenser Spielmannszugs übergeben.

Sofort wurde der übrige Vorstand informiert und man dachte an, den Stab mit anderen Reliquien in einer Spielmannszug-Vitrine im Schützenhaus auszustellen. Doch Andreas Hencke kam noch eine ganz andere Idee, die zukunftsweisend sein würde und in der Chronik 2017 beginnend nachgelesen werden kann. An dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank an die Familie Quambusch für dieses edle Stück Vergangenheit und Zukunft!

Wieder verging nur eine Woche und der Bevenser Klangkörper hatte schon den nächsten Termin auf dem Plan. Wie immer am ersten Wochenende im September lud Westerweyhe zum Heideblütenfest, bei dem der am Sonntag stattfindende Festumzug den Höhepunkt bildet. Eigentlich ein schöner Termin, bei dem man aufgrund der vielen Menschen am Straßenrand viel Zuspruch bekommt. In diesem Jahr aber setzten mit dem Startschuss zum Ummarsch monsunartige Regenfälle ein, die alle Teilnehmer bis auf die Haut tropfnass werden ließen. Bei jedem Trommelschlag spritzte das Wasser von den Klangfällen und das Quitschen und Quatschen der nassen Socken wurde nur von der durchspielenden Musik übertönt, die die Spielmöpse trotz der widrigen Bedingungen durchzogen. Ein großes Lob an dieser Stelle vor allem an die jungen Spielleute… das muss man erstmal durchstehen, das kann nicht jeder!!! Man war natürlich froh, als man endlich die Heimfahrt antreten konnte. So schnell sah man den Spielmannszug wohl noch nie im Bus verschwinden und die Heimfahrt antreten, wie an diesem Tag ;-)

 

Endlich hatten die Spielleute mal ein Wochenende frei, ehe es zum Uelzener Oktoberfest fest ging. Vom Hammersteinplatz spielte man durch die Innenstadt zum Herzogenplatz, wo das Festzelt aufgebaut war und am Vorabend so stark gefeiert wurde, dass beim Betreten durch die musikalischen Schwingungen das Schwitzwasser von der Zeltdecke tropfte. Obwohl das Zelt recht leer war, schaffte es der Zug und die Band „Die Allgeier“ es, für eine hervorragende Stimmung zu sorgen.

Am darauf folgenden Samstag freute man sich, wieder in Thomasburg den Laternenzug vom Sportplatz quer durch den Ort zur Kirche zu spielen, wo man bei Bratwurst und prasselndem Lagerfeuer wieder eine tolle Atmosphäre vorfand. Nach einem kleinen Konzert verabschiedete sich der Spielmannszug mit seinem obligatorischen „Muss i denn“ und marschierte zum Bus.

 

Lange verabschieden brauchte man sich nicht, denn nur 17 Stunden später traf man sich wieder, um beim Bevenser Heidekartoffelfest aufzuspielen und den Kopf des Festumzugs zu bilden. Wie schon weit oben geschrieben, hatte Gerhardt Kreutz als Organisator der BBM sich für dieses Jahr etwas Neues ausgedacht.

Im Rahmen des Festes wurde auch ein kleines Kreisspielmannszugtreffen organisiert, zu dem sich folgende Züge einfanden: die Spielmannszüge aus Bad Bevensen, Eddelstorf, Kallenbrock, Melzingen, Oldenstadt, der Musikzug Jelmstorf, das Jagdhornbläserkorps der Schützengilde Uelzen sowie die Flutes & Drums Veerßen. Höhepunkt war hier das gemeinsame Finale am Kurhaus, bei dem der Hannoveraner Schützenmarsch, Preußens Gloria und der Fehrbelliner Reitermarsch zum Besten gegeben und mit tosendem Applaus bedacht wurde.

Eigentlich sollte der komplette Oktober frei sein, doch es kam doch noch ein Termin hinzu, den anzunehmen man nicht ablehnen konnte und bei dem man auch nicht lange überlegte. Der Schützenbruder und ehemalige Spielmann Karl-Heinz Schulz hatte am 12.10 seinen 95. Geburtstag und feierte diesen drei Tage später in Gr. Hesebeck im Gasthaus Schmidt. Als Überraschung hatte sich die Tochter überlegt, den Spielmannszug zu engagieren und was beim Jubilar große Freude auslöste. Und kurz entschlossen zeigte er, dass auch mit 95 Jahren das Musizieren mit der Flöte kein Problem darstellt. ALLES GUTE, LIEBER KARL-HEINZ UND HOFFENTLICH NOCH VIELE GEMEINSAME SCHÜTZENFESTE!!!

Endlich hatte man wieder etwas Zeit zum Durchschnaufen, ehe man ein letztes Mal das schöne Ambiente des „Neptun Inn“ am 04.11. für den Bevenser Königsball nutzen konnte. Den Empfang der Gäste untermalte der Spielmannszug wie jedes Jahr mit einem Konzert, worauf ein üppiges Königsmahl folgte. Die anschließende Feier war wieder einmal ganz nach dem Geschmack der Spielleute, die ihren König hochleben ließen und sogar auf den Tischen tanzten… was für die eine oder den anderen schmerzhaft endete! ;-)

 

Zum St. Martins-Tag war wieder der jährliche Laternenmarsch in Bad Bevensen auf dem Programm, nach dem man gut gelaunt dem letzten Auftritt des Jahres in vier Wochen entgegen blickte: dem Lichterglanzfest vor der Dreikönigs-Kirche. Mit den üblichen einstudierten Weihnachtsmärschen gab man wieder den Auftakt zu diesem Fest und versetzte die Zuhörer in Weihnachtsstimmung.

Anschließend marschierte man zum Schützenhaus, wo der Vergnügungsausschuss alles hergerichtet hatte und man gemeinsam das Jahr mit Bildern und Videos revuepassieren ließ.

 

2016… was für ein ereignisreiches Jahr!!! ... 5 neue Jahre Bevenser Spielmannszug!!!